Ziele der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt
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Wichtige Vorbemerkung und zugleich Bitte!

Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt ist sich der leider viel zu hohen Wahrscheinlichkeit der Bedeutung der Sprachzeichen „Sozialismus“ und „sozialistisch“ als Reflexauslöser für die Herstellung von Aggressionsbereitschaft bewusst. Bekanntlich existieren aber in vielen Bereichen des Denkens gleiche Sprachzeichen mit unterschiedlichen Begriffsinhalten und –umfängen. Wir können nur darum bitten und vielleicht etwas neugierig machen, sich über das Manifest der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt, von deren Verständnis über die hinter den Sprachzeichen stehenden Begriffe überraschen zu lassen.

Ziele der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt

Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt strebt nach gesellschaftlichen Verhältnissen, die dem Teil des biopsychosozialen Wesens des Menschen entsprechen, der eine optimale Übereinstimmung von persönlichkeitsfördernden individuellen und kollektiven Bedürfnissen ermöglicht, wodurch der Mensch endlich wirklich frei und die Menschheit endlich den Zustand wahrer Menschlichkeit erreichen wird (sh. Manifest: Thesen zur Beförderung der Humanität). So gegenstandslos das auch gegenwärtig, in naher und sogar ferner Zukunft erscheinen mag, sie strebt des Weiteren nach gesellschaftlichen Verhältnissen, die den Erhalt der erdenmenschlichen Gesellschaft als ewige Bewegungsform der Materie, unabhängig von kosmischen Bewegungen, garantiert. Ökonomische Basis für die Befreiung und den Erhalt der Menschheit ist eine enorm effizientere Wirtschaft als die des Kapitalismus. Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt strebt daher nach Produktionsverhältnissen, die endlich eine absolute Entwicklung der Produktivkräfte ermöglichen (sh. Manifest: Thesen zum Nachweis der enorm effizienteren Wirtschaft des wissenschaftlichen Sozialismus gegenüber der des Kapitalismus).

Der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt kann und darf es nicht mehr nur um Fortschritte in Teilbereichen des gesellschaftlichen Lebens gehen, sondern um gesellschaftlichen Fortschritt, das heißt um „die ständige Lösung des Hauptwiderspruchs zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen auf immer höherem Produktivkräfteniveau“(sh. BGF-Literatur).

System des gesellschaftlichen Fortschritts

Die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt steht für eine Beseitigung des Kapitalismus in einem dialektischen Prozess von evolutionärer und revolutionärer Entwicklung mittels eines Systems des gesellschaftlichen Fortschritts. Dieses System des gesellschaftlichen Fortschritts besteht aus einer evolutionären Übergangsperiode innerhalb des staatsmonopolistischen Kapitalismus, dem revolutionären Übergang zur sozialistischen Übergangsperiode und dem revolutionären Übergang zum wissenschaftlichen Sozialismus. Als historisch erste absolute Leistungsgesellschaft könnte der wissenschaftliche Sozialismus noch eine evolutionäre Übergangsperiode zu einer kommunistischen ökonomischen Gesellschaftsformation sein (Anmerkung 1).

Während der evolutionären Übergangsperiode wird gemäß dem allgemeinen Entwicklungsgesetz der materialistischen Dialektik, dem Gesetz vom Umschlagen quantitativer Veränderungen in qualitative, der Umschlag der Gesellschaftssystemqualität vorbereitet. Dieser Systemqualitätsumschlag (dialektischer Sprung) führt zu der den Kapitalismus abfolgenden sozialistischen Übergangsperiode und stellt folglich eine soziale Revolution dar. In der sozialistischen Übergangsperiode liegt eine Multi-Produktionsweise vor, bestehend aus der kapitalistischen und einfachen Warenproduktion sowie einer sozialisierten Warenproduktion und einer Planproduktproduktion. Im Verlauf der sozialistischen Übergangsperiode findet innerhalb der kapitalistischen Produktionsweise nicht nur revolutionäre, sondern auch evolutionäre Entwicklung statt. Diese Einheit und Wechselwirkung von evolutionärer und revolutionärer Entwicklung während der sozialistischen Übergangsperiode führt zum wissenschaftlichen Sozialismus, was ebenfalls eine soziale Revolution bedeutet. Der wissenschaftliche Sozialismus beinhaltet Produktionsverhältnisse, welche eine absolute Entwicklungsform für die Produktivkräfte sind, eine ständige Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen ermöglichen, also dem notwendigen gesellschaftlichen Fortschritt entsprechen. Dieser gesellschaftliche Fortschritt ist nur über die Lösung der Produktionsmittel-Eigentumsfrage zu erreichen, und zwar mittels Anwendung einer Einheit von ökonomischer (Produktionsweisen-Wettbewerb) und politischer (Enteignung) Gewalt zur Beseitigung des Kapitalwesens von Produktionsmitteln und Geld.

 

Definitionen (Erläuterungen sh. Manifest):

Die evolutionäre Übergangsperiode ist die praktische Realisierung des allgemeinen Entwicklungsgesetzes der materialistischen Dialektik, des Gesetzes vom Umschlagen quantitativer Veränderungen in qualitative zwecks ideologischer, ökonomischer und politischer Optimierung der sozialistischen Übergangsperiode und ihres revolutionären Übergangs.

Die
sozialistische Übergangsperiode (SÜP) ist ein in der Zeit und in einem strategischen Raum ablaufender evolutionärer/revolutionärer Prozess, in dem sowohl in einem nationalen Systemwettstreit zwischen der sozialisierten Produktionsweise und den Produktionsweisen der kapitalistischen und kleinen Warenproduktion, als auch in einem überlagernden internationalen Systemwettstreit zwischen der Multi-Produktionsweise der SÜP und der staatsmonopolkapitalistischen Produktionsweise der Nachweis für die ökonomische Überlegenheit der sozialisierten Produktionsweise bzw. der Multi-Produktionsweise erbracht wird.

Für den wissenschaftlichen Sozialismus sollen zunächst zwei Definitionen angeführt werden, wobei die erste einen anschaulicheren Zugang zu diesem neuen Gesellschaftssystem ermöglicht.

Der Sozialismus ist die erste uneingeschränkte Leistungsgesellschaft der menschlichen Entwicklungsgeschichte, in der alle Menschen ihre Veranlagungen zum individuellen und kollektiven Wohl entwickeln und ihre Arbeitskraft so reproduzieren können, dass die Reproduktion der Arbeitskraft wieder zur Reproduktion ihrer Veranlagungen führen kann.

Es sei noch die politisch-ökonomische Definition des Sozialismus genannt, weil sie wesentlich allgemeiner als die Leistungsgesellschafts–Definition systemtheoretischen Ansprüchen genügt:

Der Sozialismus ist eine Gesellschaftsordnung mit solchen ökonomischen und politischen Verhältnissen, die eine absolute Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, das heißt eine absolute Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen, garantieren.

Hierin ist das allgemeine ökonomische Entwicklungsgesetz, das Gesetz der Entsprechung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter und Entwicklungsniveau der Produktivkräfte.

 

Anmerkung 1: Für einen Kommunismus ist, dem derzeitigen Erkenntnisstand der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt entsprechend, kein spezifisches ökonomisches Entwicklungsgesetz nachweisbar (sh. Manifest).

 
 

Brain-Drain-Broschüre

Kritik der Fiktion einer Transformation von Brain-Drain in Brain-Circulation