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THEMA: Nachweis des Boykotts des BGF-Erkenntnisstandes durch die MLPD

Nachweis des Boykotts des BGF-Erkenntnisstandes durch die MLPD 3 Jahre her #954

  • i.A. Liane Brandt, Frederic Gauß
Nachweis des Boykotts des BGF-Erkenntnisstandes durch die MLPD

Anmerkung:
Da eine Absprache des MLPD-Moderatorenteams mit dem MLPD-ZK erfolgte, muss sich die BGF auf die MLPD als Partei beziehen.

1. Der im Zusammenhang mit der Einstellung des Diskussionsforums „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ von der BGF unter dem Thema „Start der neuen Diskussion“ eingereichte Beitrag „Widerspruch, Kritik und Anfrage der BGF“ wurde trotz Mahnung nicht veröffentlicht.

2. Das Thema „BGF hat erstes wissenschaftlich gestütztes Modell zur Ablösung des Kapitalismus entwickelt“ wurde von der MLPD-Moderation zunächst veröffentlicht.
Die Pflicht zu dieser Veröffentlichung folgte aus dem nachstehenden Text der MLPD-Internetseite:

„Immer mehr Menschen suchen nach einer gesellschaftlichen Alternative und die Offenheit für den echten Sozialismus wächst. Passend zum Start des neuen Jahres will "rote fahne news" einen Beitrag zur Förderung der öffentlichen Diskussion darüber leisten. Sie erfordert insbesondere eine Auseinandersetzung mit dem modernen Antikommunismus, der eingesetzt wird, um einen regelrechten Damm von Vorbehalten, ablehnenden Gefühlen und Ängsten gegen einen neuen Aufschwung des Kampfs für den Sozialismus aufzubauen. Dazu starten wir mit einem neuen Diskussionsforum unter dem Titel "Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte!" Wir hoffen auf eine rege und tiefgehende Diskussion mit schöpferischen Kritiken und Anregungen für die breite Debatte, die in der Gesellschaft über den echten Sozialismus initiiert und verstärkt werden muss.“

Damit wurde an die Öffentlichkeit appelliert über das Sozialismusproblem zu diskutieren. Die BGF hatte dieses Forum genutzt und es wurde begonnen den Inhalt des Sozialismusmodells der BGF zu kritisieren bzw. zu verurteilen. Zwecks Verteidigung des im BGF-Manifest enthaltenen Erkenntnisstandes wurde von der BGF eine Beitragsserie im o.g. Forum begonnen. Der erste Beitrag wurde im alten Forum veröffentlicht. Den zweiten Beitrag schaltete die Moderation zunächst frei. Der zweite Beitrag stand also bereits in der Öffentlichkeit, wurde aber kurz darauf ohne öffentliche Begründung wieder gelöscht. Inoffiziell erfolgte eine Begründung (sh. untenstehenden Mailverkehr). Diese Begründung ist aber völlig gegenstandslos, denn in einer öffentlichen Diskussion unter dem Titel "Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte" muss letztlich über alle real vorhandenen Sozialismusmodelle gestritten werden können (Sozusagen: Die vielen Millionen Opfer des ersten Sozialismusversuches schreien aus ihren Gräbern: Prüfe jeder in der Auseinandersetzung mit den anderen Sozialismusvorstellungen seine eigenen!). Der Verweis an unsere eigene Website geht daher fehl.
Schließlich hatte die BGF nicht einmal mehr die Möglichkeit erhalten sich gegen die Unterstellung eines bourgeoisen (Kapitaleigentümer) oder sogenannten kleinbürgerlichen (kleine Warenproduzenten) Klassencharakters zu wehren.

3. Der Protest des Diskutanten Thomas Riemann, welcher sich insbesondere gegen den Abbruch der Diskussion auf seine Umfrage in der vormaligen DDR [„Umfrage in der DDR (Zeugenaussagen) widerspricht der Behauptung einer Restauration des Kapitalismus in der DDR vor 1990“] unter dem von ihm initiierten Thema „Fragen eines Arbeiters…“ richtete, wurde nicht veröffentlicht (sh. BGF-Forum, „Protest gegen MLPD-Zensur“).

Anmerkung:
Inzwischen liegen der BGF-Moderation weitere Bitten zur Veröffentlichung von Protesten vor, welche die MLPD-Moderation nicht freigeschaltet hatte. Diese Proteste richteten sich insbesondere gegen die Nichtwiederaufnahme der Themen „DDR-kapitalistisch?“ und „Fragen eines Arbeiters zum Sozialismus und Kapitalismus“ im neuen Forum. Insbesondere richteten sich die Proteste gegen eine Zensur der Beitragsserie „Verteidigung des BGF-Manifestes“ und gegen die Nichtbeibehaltung der Beitragsserie „Widerlegung der Restaurationsthese“.

4. Die BGF hatte eine Diskussion über das Wesen der 1989/90 untergegangenen Gesellschaftssysteme nicht initiiert. Diesbezüglich lief seit Jahren eine Auseinandersetzung unter dem Thema „DDR-kapitalistisch?“, in welche sie sich nicht eingeschaltet hatte. Nach einer privaten Umfrage in der DDR (Zeugenaussagen) widersprach der Forumsteilnehmer Thomas Riemann der Behauptung einer Restauration des Kapitalismus in der DDR vor 1990 durch die MLPD. Motivation für seine Umfrage war seine Beschäftigung mit der Schrift des Genossen Willi Dickhut mit dem Titel „Die Restauration des Kapitalismus in der Sowjetunion“. Diesem Umfrageergebnis widersprechend behauptete die MLPD erneut eine Restauration eines bürokratischen Monopolkapitalismus, eines staatsmonopolistischen Kapitalismus neuen Typs vor 1989/90, wobei sie sich auf eine Ausarbeitung ihres theoretischen Vordenkers, Genossen Willi Dickhut, stützt. Da die Reaktion der MLPD auf seine Umfrage Thomas Riemann offenbar nicht zufriedenstellte, wandte er sich in dieser Frage an die BGF, und zwar im Diskussionsforum der MLPD unter dem Oberthema „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“, wo diese Frage auch folgerichtig platziert ist.

Erst daraufhin reagierte die BGF mit dem Beginn einer Beitragsserie zur wissenschaftlichen Widerlegung der Restaurationsthese. In der Folge reagierte die MLPD mit einer erneuten „Kritik“ am Umfang und am Schwierigkeitsgrad der BGF-Beiträge.
Die „Logik“ der „Kritik“ der MLPD bezüglich der Kompliziertheit und des Umfangs der BGF-Beiträge stellt sich nun wie folgt dar:
- Die MLPD stützt sich mit ihrer Behauptung einer Restauration des Kapitalismus in den sogenannten realsozialistischen Ländern vor 1990 auf die behauptet wissenschaftliche, d.h. (personifiziert) marxistisch-leninistische Ausarbeitung des Genossen Dickhut. Diese behauptet dialektisch-historisch-materialistische Ausarbeitung umfasst ca. 320 Seiten (etwas kleiner als DIN A5).

- Die BGF soll auf die Anfrage von Thomas Riemann und auf die Reaktion der MLPD, die sich auf eine behauptet wissenschaftliche Basis stützt (!), "Kurz, konkret, verständlich", ohne „lange Vorträge oder Artikel, oder gar Artikelserien“ reagieren. „‘Kurz, konkret, verständlich‘ sollte eigentlich der Anspruch an Beiträge auf einem marxistisch-leninistischen Forum sein.“

Das Problem ist nur: Der Begriff „ marxistisch-leninistisch“ erhebt Anspruch auf Wissenschaftlichkeit, weshalb logischerweise Beiträge in diesem Forum zumindest auch wissenschaftlich sein müssen! Diese Aussage der MLPD erweist sich somit als Eigentor, denn Wissenschaft ist durchaus nicht ohne entsprechende Vorbildung sowie systemisches, logisches und abstraktes Denkvermögen, kurz und verständlich…

Zitat einer Aussage des Diskutanten Rainer Bernkamp das nicht nur der MLPD zu denken geben sollte:
„Die BGF kündigt daraufhin eine ‚Beitragsserie‘ an, weil sie sich wegen der Fülle von Kritik(besser nur purer Angriff)punkten auf wissenschaftlichem Niveau nicht mit einem kurzen Beitrag verteidigen kann, was ich sogar als Arbeiter (Mechatroniker) durchaus verstehe (Behauptungen zu widerlegen kostet mehr Zeit und ist viel umfangreicher als die Behauptung – ist doch logisch, oder?).“

Diesbezügliche Formulierung der BGF: Beweise für die Unhaltbarkeit nicht bewiesener Thesen, können komplizierter und umfangreicher sein als die Beweise von Thesen (Anmerkung).

Anmerkung:
Muss die BGF zur Kenntnis nehmen, dass diese Aussage nicht Bestandteil des Erkenntnisniveaus der MLPD ist, oder muss die BGF die MLPD-Aussagen als provozierende Ausreden werten?

- MLPD: „Das ist nicht der Ort um lange Vorträge oder Artikel, oder gar Artikelserien zu veröffentlichen. Dafür habt ihr eure eigene Website.“

Das Problem ist nur: Einschränkungen bei der Didaktik, ein Wegfall von Beweisen, Beweisführungen mit niedrigem Beweisgrad, neu gebildete Begriffe, Fortentwicklungen u.a. erfordern Verweise auf BGF-Veröffentlichungen. Derartige Verweise in Beitragstexten der BGF können aber als Plattform für BGF-Propaganda gedeutet werden. Diesbezüglich haben wir bei der MLPD-Moderation vergeblich angefragt wie wir uns in solchen „mit Sicherheit wiederkehrenden Fällen, zu verhalten haben“ (sh. untenstehender Mailverkehr).
Wie sah die Diskussionsrealität im alten Sozialismusforum der MLPD aus?
Nachprüfbar wurden von bestimmten Forumsakteuren zu vielen Unterthemen Artikelserien veröffentlicht. Das ist auch gar nicht zu vermeiden, denn relative Wahrheit wird wohl kaum mit einer einzigen These und Antithese, ohne oder auch mit Begründung bzw. sogar Argumentation, gewonnen werden können.
Die großen Unterschiede zu diesen persönlichen Artikelserien bestehen nun darin, dass die BGF als Organisation auftritt, dass ihre Beitragsserien als solche ausgewiesen wurden und ihre Struktur geplant wurde.

- Die MLPD „appelliert an die Vernunft, die Beiträge so zu schreiben, dass eine lebendige und sachliche Diskussion möglich ist“.

Das Problem ist nur: Die BGF kann doch logischerweise ihre Beiträge nur entsprechend ihrem Erkenntnisstand schreiben. Da es sich aber beim Oberthema „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ um ein Problem des dialektischen und historischen Materialismus sowie der marxistischen politischen Ökonomie handelt, ist die „Art und Weise“ der BGF-Beitragserstellung keine Frage der Vernunft, sondern eine Frage der Wissenschaftlichkeit. Stützt sich der BGF- Erkenntnisstand auf die Wissenschaften des dialektischen und historischen Materialismus sowie der marxistischen politischen Ökonomie und ist er durch diese begründet oder sogar argumentiert? Materialistisch kann es nur um diese Frage gehen, idealistisch dagegen geht es um die Frage der Vernunft. Eine sachliche Diskussion zu diesem komplizierten und komplexen (i.S. der kybernetischen Systemtheorie) Thema muss letzten Endes zu einer wissenschaftlichen Diskussion führen. Alle Kritiker des Niveaus und Umfangs der BGF-Beiträge müssen sich letztlich fragen, was sie sich ihrerseits an Vorbildung erarbeiten, aber auch was sie an Veranlagungen mitbringen müssten, damit eine Diskussion über ein wissenschaftliches Thema „lebendig“ werden kann.

5. Aufgrund des vorstehenden Verhaltens der MLPD-Moderation muss die BGF davon ausgehen, dass ihre Anfrage (sh. untenstehender Mailverkehr) bewusst nur bezüglich des Themas „BGF-Manifest-Verteidigung“ beantwortet wurde, während die Anfrage bezüglich der Themen „DDR-kapitalistisch?“ und „Fragen eines Arbeiters zum Sozialismus und Kapitalismus“ bewusst unbeantwortet blieb.

Fazit:
Die MLPD-Moderation veröffentlichte nachweislich sehr wohl insgesamt „lange Vorträge oder Artikel, oder gar Artikelserien“, aber die strukturierten Beitragsserien der BGF verbietet sie de facto.
Das Verhalten der MLPD ist als Boykott des dialektisch-historisch-materialistischen und marxistisch politökonomischen Erkenntnisstandes der BGF zu werten.

Zusatz bezüglich der Änderung des Oberthemas von „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ auf „Strategiedebatte im Kampf um die Einheit von Mensch und Natur“
Aussage der MLPD: „Die Frage des Sozialismus kann heute gar nicht mehr geklärt werden ohne die Umweltfrage zu klären.“

Kurze Stellungnahme der BGF:
Das Mensch-Natur-Verhältnis muss in einer nichtantagonistisch widersprüchlichen Einheit von Mensch und Natur bestehen, die durch eine entsprechende Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen zu gewährleisten ist. Der Sozialismus muss diese Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen aufweisen. Folglich ist die Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen im Sozialismus zu klären, was gleichbedeutend mit der Klärung der Sozialismusfrage ist. Mit einer Klärung der für den Sozialismus notwendigen formationsspezifischen Dialektik von Produktivkräften und Produktionsverhältnissen wird auch das Mensch-Natur-Verhältnis im Sozialismus geklärt. Also folgt eine Unterordnung der „Umweltfrage“ unter die Sozialismusfrage.

Wer für eine Beseitigung des Kapitalismus kämpft, aber die Sozialismusfrage, d.h. die Fragen „Was ist Sozialismus?“ und „Wie ist ein Sozialismus zu erreichen?“, nicht als die Grundfrage unserer Epoche anerkennt und aus dem opferreichen, gescheiterten Sozialismusversuch als historische Lehre eine notwendige Prüfung der real vorhandenen Sozialismusmodelle nicht zieht, ist bewusst oder unbewusst nichts anderes als ein politischer Abenteurer, der das Proletariat unter nicht zu verantwortenden Opfern an die Macht bringen möchte, aber letztlich von diesem Proletariat wieder gestürzt werden wird.

Nachstehend der Mailverkehr zwischen der BGF und dem MLPD-Moderatorenteam nach Einstellung des Diskussionsforums „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ zur Info.

Reaktion auf die Aussage des MLPD-Moderatorenteams vom 4.9.14: „Wenn also ein Beitrag von einer ‚Einstellung des Diskussionsforums ‚Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte‘ spricht, dann ist das schlicht falsch.“

An das MLPD-Moderatorenteam
Widerspruch, Kritik und Anfrage der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt
Widerspruch und Kritik
Die Aussage „Einstellung des Diskussionsforums ‚Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte‘ “ ist nicht falsch, weil das Oberthema von „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ auf „Strategiedebatte im Kampf um die Einheit von Mensch und Natur“ geändert wurde. Im „alten Sozialismusforum“ bestand der Kern des Oberthemas u.a. in den Fragen: Was ist Sozialismus? Warum Sozialismus? Welcher Weg führt zum Sozialismus? Gab es schon Sozialismus und wenn ja, bis wann? Waren die sogenannten realsozialistischen Staaten bis 1989/90 überhaupt noch Sozialismus? [Aus dem Begriff „Echter Sozialismus“ müssen sich diese Fragen ergeben.]. Das „neue Sozialismusforum“ hat mit seinem Oberthema einen anderen Kern von Fragen, wie aus dem Oberthema direkt ersichtlich ist. Der wesentliche Inhalt des alten Oberthemas (der Debattenzweck) bestand z.B. in den folgenden Unterthemen: Wege zum Sozialismus, Was versteht Ihr unter Sozialismus? Sozialismus wirklich besser als Kapitalismus? Sozialismus sinnvoll? Das Grundproblem des Kommunismus, Was ist Kommunismus? Der echte Sozialismus, Ist Sozialismus/Planwirtschaft überhaupt „noch“ möglich? Funktioniert Kommunismus? Planwirtschaft, DDR kapitalistisch? Fragen eines Arbeiters zum Sozialismus und Kapitalismus. Dabei waren die zahlenmäßig führenden Beiträge die mit dem Titel „DDR-kapitalistisch?“ und „Fragen eines Arbeiters zum Sozialismus und Kapitalismus“ mit 175 (beginnend 07.2009) bzw. 299 (beginnend 10.2012) Beiträgen. Keine Unterthemen aus dem wesentlichen Inhalt des alten Oberthemas wurden unter dem neuen Oberthema aufgenommen und konnten auch nicht aufgenommen werden, da sie keinen bzw. nur indirekten Bezug zum neuen Oberthema haben. Zwar wurde ein Unterthema mit dem Titel „Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein“ erstellt, doch dieses Unterthema ist in seinem zweiten Teil („Sozialismus allgemein“) zumindest fragwürdig bezüglich seines Bezuges zum Oberthema. Eine Unterordnung des dem „Sozialismus allgemein“ entsprechenden Inhalts unter das Unterthema „Umweltpolitik im Sozialismus, Sozialismus allgemein“, führt dazu, dass das vorgesehene Unterthema zu einem Oberthema mit x Unterthemen wird, wenn über Sozialismus allgemein weiterdiskutiert wird.
Unseres Erachtens nach sind die wesentlichen Unterthemen des „alten Sozialismusforums“ inhaltsmäßig nicht bzw. nur teilweise geklärt und vor allem fehlt eine wissenschaftliche Auswertung dieser Unterthemen. Der Sozialismus ist eine Wissenschaft! Ein vorläufiger Erkenntnisstand zu dieser Wissenschaft wäre auch vorläufig zu dokumentieren, wenn der Erkenntnisprozess zur Erklärung des „Echten Sozialismus“ mit den o.g. 5 Kernfragen aus bestimmten Gründen vorläufig abgeschlossen werden soll. Sollen und können die oben beispielhaft genannten wesentlichen 12 Unterthemen unter das Unter? Ober? - Thema „Sozialismus allgemein“ fortgeführt werden, stellt sich die Frage, warum sie nicht als Unterthemen beibehalten wurden.
Bemerkenswerterweise beinhaltete das „alte Sozialismusforum“ bereits Inhalte des neuen Sozialismusforums, und zwar die Unterthemen „Umweltbewegung und Sozialismus“ (03.2012) sowie „Einheit von Mensch und Natur“ (09.2013). So bedeutend die Umweltfrage im Allgemeinen für die Menschheit ist und im Besonderen für einen „Aufschwung des Sozialismus“ sein kann, so kann sie als Schwerpunkt trotzdem nicht getrennt werden von den o.g. wesentlichen 12 Unterthemen u. 5 Kernfragen des „alten Oberthemas“, die sofort verständlich, ebenfalls Schwerpunkte betreff der Sozialismusfrage sind.
Anfrage:
Liegt die BGF in der Annahme richtig, dass die Themen „DDR-kapitalistisch?“, „Fragen eines Arbeiters zum Sozialismus und Kapitalismus“ und „BGF hat erstes wissenschaftliches Modell zur Ablösung des Kapitalismus entwickelt“ (d.h. die BGF-Manifest-Verteidigung) unter dem Unter? Ober? - Thema „Sozialismus allgemein“ fortgeführt werden dürfen?
i.A. Paolo Rother

Auf die obige BGF-Reaktion reagierte die MLPD-Moderation wie folgt:
An die "Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt (BGF)"
Als Antwort zu eurem u.g. Eintrag:
wie schon erläutert, können auch generelle Fragen des echten Sozialismus im neuen Forum weiter diskutiert werden. Allerdings ist es ein Forum der MLPD, wo es darum geht Analysen, Aussagen und die Politik der MLPD zu diskutieren. So ist eine der zentralen Schlussfolgerungen der MLPD „Ohne Lösung der Umweltfrage keine Zukunft für die Menschheit“. D.h. die Frage des Sozialismus kann heute gar nicht mehr geklärt werden ohne die Umweltfrage zu klären. Das heißt, in den Forum wird erwartet, dass die Beiträge sich auch mit Ausagen der MLPD auseinandersetzen. Diese gibt gibt es außer in dem Buch "Katastrophenalarm!" auch in Rote Fahne und vielen Artikeln im Internet nachzulesen. Beiträge die sich nicht mit der MLPD auseinandersetzen, behalten wir uns deshalb vor, nicht zu veröffentlichen. Außerdem erwarten wir, wie wir euch schon einmal hingewiesen haben, dass Beiträge sich kurz und konkret halten. Das ist nicht der Ort um lange Vorträge oder Artikel, oder gar Artikelserien zu veröffentlichen. Dafür habt ihr eure eigene Website. Wir haben deshalb in Absprache mit unserem ZK auch beschlossen, eure Beiträge die ihr mit dem Titel " Verteidigung des Manifestes der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt (BGF) – Beitragsserie " eingestellt habt. nicht zu veröffentlichen. Sie entsprechen nicht nur in der Länge nicht dem Diskussionsforum, sondern beziehen sich auch nicht auf Aussagen der MLPD.
Das Moderatoren Team i.A.Peter

Zur Info: Mailverkehr zwischen BGF und MLPD-Moderatorenteam vor Einstellung des Diskussionsforums „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ betreff Umfangs und Kompliziertheit der BGF-Beiträge

MLPD-Moderatorenteam:
Wir möchten euch aber auch nochmal darauf hinweisen, dass wir euern häufig angewandeten Stil, extrem lange Beiträge zu schreiben, die z.T. den Umfang einer kleinen Broschüre haben, nicht gut finden. Es haben sich schon mehrere Leute darüber beschwert, dass durch die langen Beiträge von euch, die man kaum nachvollziehen könne, keine richtige Diksussion mehr möglich sei. "Kurz, konkret, verständlich" sollte eigentlich der Anspruch an Beiträge auf einem marxistisch-leninistischen Forum sein. Wir verzichten bisher darauf, die Länge von Beiträgen zu beschränken und wollen das auch gerne so beibehalten, appelieren aber an die Vernuft, die Beiträge so zu schreiben, dass eine lebendige und sachliche Diskssion möglich ist.
Das Moderatoren Team i.A. Peter

Reaktion der BGF auf vorstehende MLPD-Kritik:
Eine Kürzung, d.h. Splittung, unserer wenigen Beiträge hatte bereits stattgefunden. Wir werden uns aber um eine weitere Kürzung bemühen, auch wenn eine solche nachweisbar zu Lasten der Wissenschaftlichkeit geht. Allerdings sei erwähnt, dass u.E. nach die Ausführungen unserer Genossen Klassiker bezüglich halbwegs komplizierter Themen zwar konkret, aber in der Regel keinesfalls kurz und leicht verständlich sind. Wissenschaften sind sozusagen schwer verdaubare Brocken für deren Verdauung man Verdauungsenzyme [langjährige Vorbildung, abstraktes, dialektisches (vereinfacht systemisches) und logisches Denken] braucht.

BGF-Beschwerde wegen Nichteinstellung einer BGF-Fehlerkorrektur in das MLPD-Forum
Lieber Genosse Peter vom Moderatorenteam,
wir haben einen Fehler in einem unserer Beiträge gemacht. Unser Umgang mit Fehlern ist wie folgt: Wir korrigieren Fehler und versuchen sie nicht unter den Teppich zu kehren, um eine umgangssprachliche Formulierung zu gebrauchen. Unsere Korrektur hat unser Mitglied Lion Wagner vor 11 Tagen (am 11.Oktober 2014) in das Forum stellen wollen. Nun mussten wir feststellen, dass diese Korrektur nicht zugelassen wurde. Wegen dieses unsozialen Verhaltens müssen wir uns beschweren! Wir fordern dich hiermit auf diesen Beitrag freizuschalten. Sollte es erneut zu einem Missverständnis gekommen sein, bitten wir um Aufklärung des Sachverhaltes.
Mit revolutionären Grüßen
i.A. Ben Müller
PS: Anbei unsere Fehlerkorrektur:

MLPD-Moderatorenteam
Hallo Ben,
das alte Forum ist, wie angekündigt, für neue Beiträge seit einiger Zeit beendet und nur noch als Archiv sichtbar. Deshalb wurde euer Beitrag, der sich auf das alte Forum bezieht, nicht veröffentlicht. Wir machen in dem Fall jetzt, wenn ihr das für so wichtig haltet, eine Ausnahme und haben euren Fehlerkorrektur-Beitrag nochmal im alten Forum unterdem entspechenden Thema veröffentlicht.
Grüße
Peter

Liebe GenossInnen der MLPD,
wir wiederholen letztmalig unsere Anfrage vom 6.11.13:
Das MLPD-Sozialismus-Forum kann berechtigterweise nicht als Werbeplattform für die Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt dienen. Nun haben wir aber folgendes Problem:
In unserer Stellungnahme zur Frage einer ökonomischen Überlegenheit des Sozialismus steht unter "Thesen zum Nachweis der enorm effizienteren Wirtschaft im wissenschaftlichen Sozialismus gegenüber der Wirtschaft im staatsmonopolistischen Kapitalismus", Pkt.5, der Begriff "allgemeine Verfügungsgewalt".
Da es nach unserem Erkenntnisstand auch eine besondere Verfügungsgewalt gibt, dürfte für den Leser unklar sein, was allgemeine Verfügungsgewalt nun eigentlich ist. Der Begriffsinhalt und-umfang wird in unserer Broschüre "Produktionsmittel-Eigentumsfrage und gesellschaftlicher Fortschritt" ausgewiesen. Nun können wir ja wohl kaum schreiben: Siehe BGF-Literatur, Broschüre soundso). Daher hatten wir uns entschlossen zu schreiben: (sh. Produktionsmittel-Eigentumsfrage und gesellschaftlicher Fortschritt). So etwas kann zum Problem zwischen euch, Genossen, und uns werden, was wir aber verhindern möchten.
Wir bitten um Mitteilung wie wir uns in solchen, mit Sicherheit wiederkehrenden Fällen, zu verhalten haben.
Sozialistische Grüße
i.A. Paolo Rother

Abschließende BGF-Reaktion auf die Kritiken der im Diskussionsforum der MLPD „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ vertretenen Öffentlichkeit und des Moderatorenteams betreff Umfangs und Kompliziertheit der BGF-Beiträge

Für eine Verteidigung der BGF gegen die Kritik am Umfang und Kompliziertheitsgrad ihrer Beiträge scheint uns eine Zusammenfassung aller in der Öffentlichkeit des Diskussionsforums der MLPD „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ (Archiv alten Forum zum echten Sozialismus) bereits gemachten Aussagen sinnvoll.

Thomas Riemann am 20.11.13 im Diskussionsforum der MLPD „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ (Archiv alten Forum zum echten Sozialismus) an die BGF gerichtet:
[…] Auch Ihre ganz Homepage ist gelinde gesagt nicht gerade „arbeiterfreundlich“ geschrieben. Andererseits verstehe ich das Problem Ihrer Beiträge und Ihrer Homepage schon. Ich habe in meinem Fachgebiet Fachausdrücke, ohne die man nichts erklären kann, Sie haben davon auch eine Unmenge, ohne die ebenfalls nichts zu erklären ist. In meinem Fachgebiet gibt es theoretische Grundlagen, Sie arbeiten auch auf der Basis theoretischer Grundlagen (unter anderem Philosophie und politische Ökonomie nach Marx). […]

BGF-Reaktion:
Sie haben sich Ihre Kritik de facto selbst beantwortet! Es kann keinen „arbeiterfreundlich“ geschriebenen ‚Wissenschaftlichen Sozialismus‘ geben. Beim ‚Wissenschaftlichen Sozialismus‘ handelt es sich, wie bei jeder Wissenschaft, um ein Begriffssystem, welches nicht durch umgangssprachliche Begriffe ersetzbar ist. Wir könnten dies schlüssig zeigen, wollen aber in Ihrem Fall auch einmal Marx zu Wort kommen lassen, da Sie damit offenbar im Wesentlichen doch kein Problem haben.

MEW, Bd.23, S.31 (Vor- und Nachwort zur französischen Ausgabe, März 1872):
„Die Untersuchungsmethode, deren ich mich bedient habe und die auf ökonomische Probleme noch nicht angewandt wurde, macht die Lektüre der ersten Kapitel ziemlich schwierig, und es ist zu befürchten, daß das französische Publikum, stets ungeduldig nach dem Ergebnis und begierig, den Zusammenhang zwischen den allgemeinen Grundsätzen und den Fragen zu erkennen, die es unmittelbar bewegen, sich abschrecken läßt, weil es nicht sofort weiter vordringen kann. Das ist ein Nachteil, gegen den ich nichts weiter unternehmen kann, als die nach Wahrheit strebenden Leser von vornherein darauf hinzuweisen und gefaßt zu machen. Es gibt keine Landstraße für die Wissenschaft, und nur diejenigen haben Aussicht, ihre lichten Höhen zu erreichen, die die Mühe nicht scheuen, ihre steilen Pfade zu erklimmen.“

In Anlehnung an Genossen Marx:
Es gibt keine Landstraße für die Befreiung des Proletariats, und das Proletariat hat nur dann Aussicht seine Befreiung zu erreichen, wenn es die Mühe nicht scheut, die steilen Pfade des „Wissenschaftlichen Sozialismus“ zu erklimmen.

Das intellektuelle Proletariat der BGF muss diesen steilen Pfade selbst erklimmen und ist bemüht, dem vorwiegend praktisch tätigen Proletariat beim Ersteigen dieser steilen Pfade zu helfen.

MEW, Bd.7, S.542:
„Es wird namentlich die Pflicht der Führer sein, sich über alle theoretischen Fragen mehr und mehr aufzuklären, sich mehr und mehr von dem Einfluß überkommener, der alten Weltanschauung angehöriger Phrasen zu befreien und stets im Auge zu behalten, daß der Sozialismus, seitdem er eine Wissenschaft geworden, auch wie eine Wissenschaft betrieben, d. h. studiert werden will.“

Der Sozialismus als politökonomisches System ist eine Wissenschaft und darf auf keinem Fall nur von gegenwärtigen „Führern“, sondern muss, so weitgehend wie möglich, von der proletarischen Klasse wie eine Wissenschaft betrieben, d.h. studiert werden.
Und da ist mit Umgangssprache gar nichts zu machen…
Nicht die Wissenschaft kann herabsteigen auf das Bildungsniveau des primär praktischen und intellektuellen Proletariers, sondern der Proletarier muss auf das Bildungsniveau der Wissenschaft hinaufsteigen.

Antwort der Kontrollinstanz der BGF für Öffentlichkeitsarbeit auf die kritischen Bemerkungen des Genossen Bernd zum „Stil“ der BGF-Beiträge
Die Kontrollinstanz der BGF für Öffentlichkeitsarbeit hat die Beiträge unseres Genossen Lion Wagner hinsichtlich ihres Verhältnisses von Wissenschafts-, Bildungs-und Umgangssprache gesichtet.

Ihre konkrete Kritik bezogen auf unsere Verwendung von Fremdwörtern und bildungssprachlichen Ausdrucksweisen erkennen wir an.
Die BGF wird sich bemühen Fremdworte wie das von ihnen beispielhaft genannte Fremdwort „gnoseologisch“ oder bildungssprachliche Ausdrucksweisen wie z.B. „immanent“ künftig zu vermeiden. Wir hätten stattdessen „erkenntnistheoretisch“ und „innewohnend“ schreiben sollen. Da man aber ohne Vorbildung z.B. auch mit dem Begriff „erkenntnistheoretisch“ nichts anfangen kann, werden wir über kleine Erläuterungen bzw. Hinweise nachdenken, wie von Ihnen angeregt. Erklärungen zu jedem Begriff sind allerdings in Beiträgen unrealistisch. Der Interessent muss sich der Mühe der Eigeninitiative unterziehen wenn er wirklich Erkenntnis will.

Es ist aber zu bemerken, dass nach unseren Infos die BGF Bildungssprache im Allgemeinen nicht, zumindest aber im Vergleich zu allen früheren und derzeitigen kommunistischen Organisationen und besonders zu den Genossen Klassikern vernachlässigbar weniger benutzt.
Beispiele:
Schon in der Anzeige der MLPD zum Buch „Morgenröte der internationalen sozialist. Revolution“ finden sich drei Sprachzeichenkombinationen, die Wissenschafts-und/oder Bildungssprache sind [neokoloniale Ausbeutung (Wissenschaftssprache), komplexer Prozess (Wissenschafts-u. Bildungssprache), relevante (Bildungssprache) revolutionäre Organisationen]. Nehmen Sie als Beispiel den Begriff der Komplexität dessen Inhalt scheinbar der Allgemeinheit klar ist. Spätestens bei seiner Anwendung zeigt sich, dass dem nicht so ist.
Für das Buch des Genossen Willi Dickhut „Restauration des Kapitalismus in der SU“ als Beispiele:
„Renegatenclique“, „Exempel statuieren“ - Das ist Bildungssprache.
„Metaphysiker“, „ syndikalistische u. anarchist. Abweichung“- Das ist Fach-oder Wissenschaftssprache.
„Demagogie“, „usurpieren“- Das sind Fremdwörter, also Bildungssprache.
Oder für die Genossen Klassiker einige Beispiele…
Gleich zu Anfang des Kapitals geht’s los mit „Residuum“, „Varietät“, „sunblim“, „Expropriation“, - Ist Bildungssprache.
Lenin gleich zu Anfang von „Staat u. Revolution“: „sophistisch“, „vulgärökonomisch“, „Eklektizismus“ – Bildungs-bzw. Fachsprache.

Übrigens sind auch Sie nicht frei davon…
Unter dem Thema „DDR-kapitalistisch?“ kommen auch von Ihnen sogenannte abstrakte Beiträge, besser Beitragsteile. 2 Beispiele.
Sie am 24.04.2013:
„Sein ideologischer Kern war eine revisionistische Verzerrung der Dialektik des Klassenkampfs.“

Der Satz enthält drei Begriffe (Revisionismus, Dialektik, Klasse), deren Inhalte dem primär praktisch tätigen Arbeiter (übrigens auch dem Intellektuellen…) im Allgemeinen nicht bekannt sein dürften.

Sie am 16.04.2013:
„Die Folge war, dass die Verteilung keine wertgetreue sozialistische Verteilung mehr war und der Lohnfonds kein Wertmaß mehr war.“

In diesem Satz haben Sie 2 von Ihnen gebildete Sprachzeichenkombinationen (wertgetreue sozialistische Verteilung, Lohnfonds kein Wertmaß), die ja für gewisse politökonomische Begriffe stehen sollen. Auch das ist schon sozusagen keine Arbeitersprache mehr.

Ihre allgemeine Kritik bezogen auf unseren „Stil“ erkennen wir nicht an.
Ob die BGF-Beiträge vom Stil her etwas "ledern", d.h. doch langweilig und/oder trocken wirken, hängt unseres Erachtens von der Vorbildung und/oder Verständnisfähigkeit in Marxscher politischer Ökonomie und Philosophie sowie dem Interesse an diesen Wissenschaften ab. Da wir uns bemühen den Erkenntnisprozess streng rational zu führen und Emotionen zu vermeiden, könnte dadurch, zugegeben, auch eine „lederne Wirkung“ bei Diskussionspartnern bei gewissem Bewusstseinsstand entstehen.

Wir sind uns nicht sicher in welcher Bedeutung Sie den Begriff „abstrakt“ bei Ihrer Kritik gebrauchen. Es ist aber anzunehmen, dass Sie den Begriff im dialektisch-materialistischen Sinne verwenden. Beiträge mit wissenschaftlichem Anspruch in gewisser Quantität und Qualität müssen stets eine Dialektik von Abstrakten und Konkreten wiedergeben. Unabhängig davon, dass unsere Genossen Klassiker um diese Einheit stets bemüht waren und dieser Anforderung auch i.d.R. genügten, ist diese Dialektik in allen Wissenschaften notwendige Bedingung. Nicht nur die soziale Schicht des primär praktisch tätigen Proletariers, sondern auch die soziale Schicht der Intelligenz innerhalb der Arbeiterklasse hat mehr oder weniger Probleme mit, wie Sie sagen „abstrakten Beiträgen“, d.h. doch notwendig wissenschaftlich gesagt, mit den Begriffssystemen des dialektischen und historischen Materialismus und der marxistischen politischen Ökonomie. Das ist übrigens in den Naturwissenschaften und in der Technik (wo wir hauptsächlich herkommen) und sogar in der Mathematik ebenso der Fall. Kein Mathematiker weiß heute über das gesamte mathematische Begriffssystem (Er kennt es höchstens…). Genauso aber wie z.B. ein Facharbeiter der Informationselektronik sein fachspezifisches Begriffssystem so gut wie möglich beherrschen muss, genauso müssen der praktische und intellektuelle Arbeiter das Begriffssystem des dialektischen und historischen Materialismus und der marxist. politischen Ökonomie so gut wie möglich beherrschen, um sich vom Kapitalismus befreien zu können. Der, personenbezogen ausgedrückt, Marxismus-Leninismus (M-L), ist der wissenschaftliche Ausdruck der Klasseninteressen des Proletariats und als solcher notwendige Bedingung für die Befreiung der Arbeiterklasse. Dieser M-L kommt in einem sich weiter entwickelndem enormen Begriffssystem zum Ausdruck, welches an die Arbeiterklasse herangetragen und in sie hineingetragen werden muss, da sie sonst den verschiedenen Arten von Reformismus, Revisionismus und Opportunismus, ja bis hin sogar faschistischer Demagogie immer wieder schutzlos ausgeliefert ist. Mit den Wissenschaften des dialektischen und historischen Materialismus und der marxist. politischen Ökonomie erreicht man nicht nur „die mittleren und unteren Schichten der Arbeiterschaft“, sondern das Proletariat im Allgemeinen sehr schwer. Und trotzdem gibt es keine Alternative! Keinesfalls will die BGF nur die soziale Schicht der Intelligenz innerhalb der proletarischen Klasse erreichen, sondern letztlich die ganze Klasse. Umgangssprache kann jedoch niemals die Realität abbilden. Schon bei einem nur „etwas populäreren Schreibstil“ bleibt die Wissenschaft sozusagen mehr oder weniger auf der Strecke… Es ist das alte Problem: Wie bringt man der Klasse die Wissenschaft nahe? Wir sollen diesbezüglich uns die Genossen Klassiker zum Vorbild nehmen? Also darauf bezogen äußern wir uns jetzt einmal ganz hart: Wer behauptet die Genossen Klassiker hätten einen „populären Schreibstil“ ist entweder Opfer einer großen Illusion oder hat völlig unzureichende Kenntnis über den M-L. Ihre Kritik wirft wiederholt die Frage der Erlangung eines wissenschaftlich gestützten Klassenbewusstseins im Proletariat als Basis für eine revolutionäre Bewegung mit dem Ziel der Beseitigung der kapitalist. Ausbeuterordnung auf. Aus bestimmten Gründen, die Sie evt. alle oder zum Teil selbst kennen, ist der internationale stamokap als letzte Ausbeuterordnung, nur von einer Klasse zu beseitigen, die auf wissenschaftlicher Grundlage denkt und handelt. Aus bestimmten Gründen, die Sie ebenfalls evt. alle oder zum Teil selbst kennen, ist zu verhindern, dass es hinsichtlich des Niveaus des notwendig marxistisch-leninist. Klassenbewusstseins zu einem Antagonismus zwischen den sozialen Schichten des vorwiegend praktischen tätigen Arbeiters und der proletarischen Intelligenz kommt. Wie trägt man den dialektischen und historischen Materialismus und die marxist. politische Ökonomie an die Arbeiterklasse heran und in sie hinein? Ein noch zu lösendes Problem für die BGF! Für die MLPD nicht? Wir denken, doch… Beweisbar ist, mit einem „künftig etwas populäreren Schreibstil“ kann das Problem nicht gelöst werden. Mit jeder Einflechtung eines Begriffs aus der Umgangssprache reißt sozusagen der Faden der Wissenschaft ab und das Proletariat (auch die proletarischen Intellektuellen!) werden empfänglicher für die Umgangssprache der kapitalistischen Ideologie. Trotzdem, das sehen wir ein, müssen wir immer wieder über die Methoden zur wissenschaftlichen Befähigung der Arbeiterklasse zwecks Erfüllung ihrer historischen Mission nachdenken. Kurzum, die Arbeiterbewegung bräuchte eine didaktische Aufbereitung des M-L. Leider ist das wissenschaftliche Potenzial der BGF äußerst begrenzt und wird es bis auf längere Sicht auch bleiben. Doch auch das Proletariat muss sich bewegen! Es muss Erkenntnis wollen! Erkenntnis gibt es nie auf dem silbernen Tablett! Sozusagen weniger Fußball schauen, weniger grillen, weniger Garten, weniger…sonst wird das nichts! Wenn man bei der Arbeiterklasse Süßholz raspelt, verspielt man die Revolution. Das Proletariat muss auch in die Pflicht genommen werden! Es muss sozusagen lernen, lernen und nochmals lernen…
Abschließend dazu und in diesem Zusammenhang erlauben wir uns aber auch Kritik an der MLPD zu üben, die ein Sozialismusforum ohne wissenschaftliche Begleitung sich sozusagen selbst überlässt.

Warum können wir Ihre Kritik mittels des Lenin‘schen Zitats einer Aussage von Kautsky nicht akzeptieren?
Die BGF kann begründbar davon ausgehen, dass in den Internetforen Akteure diskutieren, die zwar einen unterschiedlichen, aber doch bezogen auf das Proletariat als Klasse, gegenwärtig den höchsten Stand von Klassenbewusstsein verkörpern. Das Internet ist insofern kein Spiegel der Arbeiterklasse und gleich gar nicht der Gesellschaft (Gleiches Verständnis des Inhaltes des Begriffs „Gesellschaft“ vorausgesetzt!). Wir müssen also berechtigt davon ausgehen, dass wir nicht nur zu „Droschkenkutschern“, sondern wenigstens auch zu „Seeleuten“ sprechen. Sind die Akteure im Forum Mitglieder kommunist. Organisationen sprechen wir sogar zumindest zu „Schriftsetzern“, denn diese setzen sozusagen die Schrift (leisten Agitation) des M-L für die ganze Arbeiterklasse! Bestimmte Überlegungen der BGF führen dazu, dass wir uns auf keinem Fall weder dem niedrigsten noch dem höchsten Niveau des Klassenbewusstseins, wie es im Forum zum Ausdruck kommt anpassen werden. Ein solches Verhalten wäre nach unserem Erkenntnisstand regelrecht konterrevolutionär. Unabhängig von unseren eigenen Überlegungen verweisen wir auf die Position des Genossen Lenin, stehend auf den dem Lenin‘schen Zitat vorangehenden Seiten 275 u. 276. Natürlich müssen die Agitationsmittel an die entsprechenden sozialen Schichten der Klasse angepasst sein. Auch diesbezüglich stehen wir in keinem Widerspruch zu den Genossen Klassikern. Aufgrund der BGF-Kaderstärke können wir leider unsere Agitationskapazitäten nicht auch für die „Masse der unteren Schichten des Proletariats“ („untere Arbeiterschichten“) [LW, Bd.4, S.276 ]freistellen, sondern müssen uns bis auf längere Sicht möglichst auf die „Arbeiterintelligenz“(„ die am besten gestellten Arbeiterschichten“, „die führenden Arbeiter“) zumindest aber auf die „breite Schicht der mittleren Arbeiter“ [LW, Bd.4, S.275] konzentrieren.
Genosse Bernd!
Unabhängig von der vorstehenden Verteidigung der BGF abschließend noch einen Hinweis auf eine Überlegung die Sie selbst anstellen können. Falls Sie diese bereits gemacht haben, möchten wir an ihr evt. vergessenes Ergebnis erinnern.
Wenn eine Verteidigung auf wissenschaftlichem Niveau möglich ist, dann ist dieses Niveau stets abhängig vom Niveau der Kritik. Z.B. bedingt eine wissenschaftlich unhaltbare Kritik auf der Basis der Autorität der Genossen Klassiker und/oder auf der Basis marxist.-leninistischer Begriffe die Notwendigkeit einer Verteidigung auf höherem wissenschaftlichem Niveau.

Sozialistische Grüße
i.A. Ben Müller

Antwort der BGF auf die Kritik des Genossen Wolfgang (Nachname unbek.) vom 11.3.12 auf die BGF-Homepage
3. Zum Verhältnis von Wissenschaftssprache zu Umgangssprache

Genosse, zum großen Teil Recht haben Sie bezüglich des „Jargons“ an den höheren Bildungsstätten für Gesellschaftswissenschaften (besonders in Philosophie, Soziologie), aber auch Geisteswissenschaften. Aber Sie müssen ehrlich gestehen, dass auch unsere Genossen Klassiker, zwar unterschiedlich, viel zu viel in Bildungssprache schreiben u. interessanterweise setzen auch die Organisationen mit kommunist. Anspruch, ja sogar der sog. einfache Arbeiter, Bildungssprache ein. Die BGF benutzt Bildungssprache im Allgemeinen nicht, zumindest aber im Vergleich zu allen früheren u. heutigen Organisationen mit kommunist. Anspruch vernachlässigbar weniger. Unterschieden werden muss aber unbedingt zwischen Bildungssprache u. notwendiger Wissenschaftssprache! Die BGF-Texte sind zugegeben voller wissenschaftlicher Fachausdrücke, die dem nicht entsprechend Vorgebildeten als intellektuell abgehobener Ausdruck erscheinen. Die von der BGF verwendete Wissenschaftssprache ist aber die des dialektischen u. historischen Materialismus u. der marxist. politischen Ökonomie. Die BGF argumentiert grundsätzlich auf der Basis der relativ entwickelten Begriffssysteme des dialektischen u. historischen Materialismus u. der marxist. politischen Ökonomie, aber auch aufgrund ihrer eigenen Forschungsergebnisse. Ihre Stellungnahme zur BGF-Homepage kann nicht als Argumentation anerkannt werden, weil keinerlei Beweisführungen erkennbar sind u. weil Sie in einem Verhältnis von Umgangssprache zu Wissenschaftssprache Stellung nehmen, welches einen (noch) relativ niedrigen Erkenntnisstand belegt (sh. auch „Was kritisiert die BGF an den Organisationen mit kommunist. Anspruch?“, Pkt.7, BGF-Homepage). Genosse Wolfgang, Sie müssen gegen uns zumindest mittels der auf die Genossen Klassiker zurückgehenden bzw. der von ihnen angewandten Begriffe u. Begriffssysteme, die wir in der Homepage ebenfalls verwenden, argumentieren (z.B. ökonomische Gesellschaftsformation, dialektischer Widerspruch, dialektische Entwicklungsgesetze, Ganzheit, Dialektik von Produktivkräften u. Produktionsverhältnissen, Wesen u. Erscheinung). Ansonsten verlassen Sie den Boden der dem Marxismus-Leninismus entsprechenden Wissenschaften (sh. auch „Verteidigung der Antithese Soz. gab es nie“, Pkt.5.1).

Zusammenfassung von Aussagen mittels derer sich die BGF außerhalb des MLPD-Diskussionsforums „Echter Sozialismus - die Zukunftsdebatte“ gegen eine Kritik an Umfang und Kompliziertheit ihrer Beiträge verteidigt hat

Übrigens gibt es keine Totschlagargumente. Das ist auch kein wissenschaftlicher Begriff. Argumente sind Beweisgründe, ihre relative Wahrheit ist bereits bewiesen. Diese sog. Totschlagargumente können z.B. sein: argumentum ad hominem u. argumentum ipse dixit, d.h. die sog. Autoritäts“beweise“, Stereotype sowie bestimmte Sprachzeichen die mit Konnotationen u. Bewertungen verbunden sind. Die BGF äußert sich nicht wortreich, z.B. in Bildungssprache, sondern begriffsreich u. das ist etwas ganz anderes! Ihre Sprachzeichen stehen für wissenschaftliche Begriffe, denen eine bestimmte Extension u. Intension zukommt. Ein Umgang mit wissenschaftlichen Begriffen erfordert entsprechende Sachkenntnis, weil man sich sozusagen mittels der Begriffe inhaltlich relativ eindeutig festlegt, was eine Nachprüfbarkeit des Erkenntnisniveaus erst ermöglicht. Die Bedeutung der Begriffe als Erkenntnisinstrumente muss überhaupt erst einmal begriffen werden. „Die Analyse der Begriffe, die Kunst mit ihnen zu operieren, erfordert stets das Studium der Bewegung der Begriffe, ihres wechselseitigen Zusammenhangs, ihrer wechselseitigen Übergänge“ (Lenin). Die BGF ist sich dessen bewusst, dass sie sich bei diesem nie endenden Studium stets verbessern u. höchstwahrscheinlich auch immer wieder korrigieren muss. Sie unterstreicht nicht umsonst immer wieder z.B. solche Begriffe wie System u. Struktur, weil eben solche Begriffe nicht als Erkenntnisinstrumente eingesetzt werden. Man kann aber von der BGF nicht verlangen, dass sie in der Regel in der Öffentlichkeit Begriffsinhalte vermittelt. Aus für jeden selbst einsehbaren Gründen muss sie sich bezüglich von Begriffen an der Vorbildung orientieren bzw. auf Quellenverweise beschränken. Um die entsprechenden Begriffsbestimmungen muss sich der Interessent letztlich selber bemühen (anfragen, nachlesen). Die BGF empfiehlt dringend ein Studium der philosophischen Wörterbücher der ehemaligen DDR. Übrigens arbeitet die BGF im Wesentlichen nur mit Literatur aus der ehemaligen DDR, d.h. unter Berücksichtigung des Erkenntnisstandes des sog. Realsozialismus, der übrigens, bei allen Fehlern u. Mängeln, den Erkenntnisstand der gegenwärtigen Bewegung mit kommunistischem bzw. „linkem“ Anspruch bei weitem übertrifft. Ohne die im sog. Realsozialismus vollbrachten gesellschaftswissenschaftlichen Leistungen müsste die BGF bei den Gen. Klassikern völlig neu beginnen, denn der wahrlich epochale Erkenntnisstand der Gen. Klassiker reicht trotzdem bei weitem nicht! Schließlich kann die BGF z.B. in Foren Beweise nur auf einem bestimmten Beweisgrad führen.

i.A. Liane Brandt, Frederic Gauß
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Brain-Drain-Broschüre

Kritik der Fiktion einer Transformation von Brain-Drain in Brain-Circulation