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THEMA: BGF-Reaktionen auf Aussagen des Genossen Uwe K.

BGF-Reaktionen auf Aussagen des Genossen Uwe K. 2 Jahre, 11 Monate her #945

  • i.A. Paolo Rother, BGF
BGF-Reaktionen auf Aussagen des Genossen Uwe K.

Uwe K. 23.8.13:
„Hallo Lion, ‘Sozialismus gab es nie! Mein weitergehendes Urteil: Es gab nicht einmal eine sozialist. Übergangsperiode!‘ So, was gab es denn dann?“

BGF-Reaktion
Die BGF beschränkt sich zunächst auf eine relativ kurze Antwort. Mehr Inhalt bitten wir anzufordern. Nach unserer Info besitzen Sie auch relativ realistische Kenntnisse über den sogenannten Realsozialismus, insbesondere über die vormalige DDR, und gewisse Kenntnisse bezüglich des Marxismus-Leninismus (personifiziert). Daher könnten sie eventuell bestimmte Infos über den Erkenntnisstand der BGF hinsichtlich der Wesen einer Übergangsperiode zum Sozialismus (ÜPS) und des Sozialismus selbst aus den nachstehenden Definitionen ziehen. Die Definitionen sind, zugegeben, auf relativ hohem Abstraktions-und Verallgemeinerungsniveau. Sie sind Definitionen durch Wesensbestimmung. Wie Sie wahrscheinlich ersehen werden, bestehen in den BGF-Auffassungen zur Qualität und Quantität (im philosoph. Sinne, sh. z.B. Philosoph. Wörterbuch der DDR) der ÜPS enorme Unterschiede im Vergleich zur NÖP des Genossen Lenin. Die BGF vertritt die Ansicht, dass unter der Führung des Genossen Lenin die NÖP qualitativ und quantitativ (wieder im philosoph. Sinne) weiterentwickelt worden wäre. Uns ist derzeit unverständlich, weshalb die NÖP politisch abgebrochen, d.h. die Frage „Wer wen?“ statt politisch-ökonomisch allein politisch „gelöst“ wurde. Für den Sozialismus bestehen ebenfalls enorme qualitative und quantitative Unterschiede, wie Sie aus einem Vergleich der BGF-Sozialismus-Definition mit der bis in die Gegenwart herrschenden und im Wesentlichen allgemein anerkannten sozusagen klassischen Sozialismusdefinition feststellen werden. Die wissenschaftliche Entwicklung der folgenden BGF-Definitionen umfasst verständlicherweise einen ganzen Aufsatz, den wir im Rahmen eines Forums nicht leisten können.

Definition der Übergangsperiode zum Sozialismus:
Die ÜPS ist ein in der Zeit (Anmerkg. 13) und in einem strategischen Raum (Anmerkg. 14) ablaufender evolutionärer/revolutionärer Prozess, in dem sowohl in einem nationalen Systemwettstreit zwischen der sozialisierten Produktionsweise und den Produktionsweisen der kapitalistischen und kleinen Warenproduktion, als auch in einem überlagernden internationalen Systemwettstreit zwischen der Multi-Produktionsweise der SÜP und der staatsmonopolkapitalistischen Produktionsweise der imperialistischen Zentren der Nachweis für die ökonomische Überlegenheit (Anmerkg. 15) der sozialisierten Produktionsweise bzw. der Multi-Produktionsweise erbracht wird.

Politisch-ökonomische Definition des Sozialismus:
Der Sozialismus ist eine Gesellschaftsordnung mit solchen ökonomischen und politischen Verhältnissen, die eine absolute Realisierung des allgemeinen ökonomischen Entwicklungsgesetzes, das heißt eine absolute Lösung des Widerspruchsverhältnisses zwischen Produktionsverhältnissen und Produktivkräften garantieren (Anmerkg. 27).

Darin ist das allgemeine ökonomische Entwicklungsgesetz, das Gesetz der Entsprechung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter und Entwicklungsniveau der Produktivkräfte.

Anmerkg. 27: Absolute Realisierung bzw. Lösung bedeutet, dass die Produktionsverhältnisse uneingeschränkte Entwicklungsformen für die Produktivkräfte sind. Relative Realisierung bzw. Lösung bedeutet, dass die Produktionsverhältnisse nur eingeschränkte Entwicklungsform für die Produktivkräfte sind.

„Klassische“ Sozialismusdefinition:
Der Sozialismus ist ein Gesellschaftssystem, in dem auf der Basis des gesellschaftlichen Eigentums an den wichtigsten Produktionsmitteln, das gesellschaftlich erzeugte Mehrprodukt auch gesellschaftlich angeeignet wird.

Uwe K. 9.5.13:
„Hallo Bernd, ich hoffe, dass Du von der BGF nicht all zu sehr vereinnahmt wirst.“

BGF-Reaktion
Sie brachten Ihre Aussage im Zusammenhang mit einer Zustimmung des Genossen Bernd vom 8.5.13 zu der von uns geäußerten Kritik: "Abschließend dazu und in diesem Zusammenhang erlauben wir uns aber auch Kritik an der MLPD zu üben, die ein Sozialismusforum ohne wissenschaftliche Begleitung sich sozusagen selbst überlässt."
„Vereinnahmend“ in Verbindung mit „hoffe“ belegt nicht nur eine für Sie ablehnende Wertung von Inhalten von BGF-Aktivitäten, sondern führt, ungewollt oder gewollt, bei anderen Forumsteilnehmern zu einem Vorurteil gegenüber den BGF-Aktivitäten, denn niemand möchte sich vereinnahmen lassen (ganz für sich beanspruchen, im Sinne von manipulieren gemeint?). Dazu ist zu sagen, dass jeder Akteur bestrebt ist (Und sein muss, zwecks Führung eines Klärungsprozesses.) seinen Erkenntnisstand, der nach ihm relative Wahrheit darstellt, zum allgemeinen Nutzen zu verbreiten. Dem Wort „Manipulation“ kommt nicht grundsätzlich eine abwertende Bedeutung zu, auch wenn es im Allgemeinen so verwendet wird. Selbstverständlich versucht die BGF den Erkenntnisstand politischer Akteure „durch bewusste Beeinflussung in eine bestimmte Richtung zu lenken“, d.h. also zu manipulieren, z.B. mittels der von immer wieder geäußerten Produktivkräfte-Produktionsverhältnisse-Dialektik als fundamentaler Erkenntnismethode. Manipulationen sind notwendig und daher allgegenwärtig, wenn ihr Ziel ist auf wissenschaftlicher Basis aufzuklären.

BGF vom 6.5.13:
Aufgrund der von Ihnen mit dem Genossen Wolfgang unter dem Thema „DDR-kapitalistisch?“ meist unfruchtbaren Auseinandersetzung bezüglich des Wesens der bis 1989/90 in der DDR herrschenden Gesellschaftsordnung glaubte die BGF Ihnen Unterstützung für Ihre Begründungen geben zu können und zu müssen. Interessanterweise haben Sie aber auf diese Unterstützungsbemühungen nie reagiert. Wir erlauben uns eine Vermutung für den dafür bestehenden Grund zu äußern. Die seitens der BGF erklärte Ablehnung des sogenannten Realsozialismus als ökonomische Gesellschaftsformation „Sozialismus“ und Beurteilung als Sozialdespotismus sowie der Erkenntnisstand der BGF zu einer ÜPS und zum Sozialismus hat bei Ihnen zunächst Aggressionsbereitschaft hergestellt. Diese Aggressionsbereitschaft haben Sie dann auch in eine besondere Erscheinungsform aggressiven Verhaltens umgesetzt, und zwar in eine allgemeine Ablehnung des BGF-Erkenntnisstandes, sogar wenn dieser Ihren eigenen Erkenntnisstand nicht nur stützt, sondern zu dessen wissenschaftlichen Beweisfähigkeit beitragen könnte. Die Folge Ihres Verhaltens war eine weitergehende im Wesentlichen unfruchtbare Auseinandersetzung mit dem in der DDR vorherrschenden Systemcharakter. Und diese Auseinandersetzung wird auch unfruchtbar bleiben, solange Sie, gleich Ihrem Diskussionsgegner Wolfgang, im Wesentlichen über Erscheinungen begründen, statt über das Wesen zu argumentieren.

Sozialistische Grüße
i.A. Paolo Rother
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