Willkommen, Gast
  • Seite:
  • 1

THEMA: Kritik am BGF-Manifest von Jens-Uwe Springer 23.06.2014

Kritik am BGF-Manifest von Jens-Uwe Springer 23.06.2014 3 Jahre, 4 Monate her #935

  • Gennadi S. Gromow & Ben Müller, BGF
Kritik am BGF-Manifest von Jens-Uwe Springer 23.06.2014:

„Die BGF gibt sich gerne wissenschaftlich und kompetent, um zur Frage des Sozialismus Stellung zu nehmen und sich in diesem Zusammenhang ein Urteil zu erlauben was die die richtige Anwendung des dialektisch historischen Materialismus angeht. Aufgrund ihres letzten Beitrages hier im Forum halte ich es für angebracht meinen Beitrag zu wiederholen um den Forumsteilnehmern die Möglichkeit zu geben sich ein Bild zu machen wie qualifiziert die BGF ist, um sich "wissenschaftlich" zum Thema Sozialismus zu äußern.

Die "Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt" erhebt den Anspruch ein erstes wissenschaftliches Modell zur Ablösung des Kapitalismus entwickelt zu haben. Ich halte den Akteuren der "Bewegung für ..." dabei zu Gute, dass sie ein Interesse an einer Gesellschaft ohne Ausbeutung und Unterdrückung haben, eine kommunistischen Anspruch haben und im dialektischen und historischen Materialismus die wissenschaftliche Methode erkennen, um den Kapitalismus überwinden zu können.

Nun habe ich mir tatsächlich die Mühe gemacht und das Manifest der "Bewegung für ..." durchgearbeitet und musste dabei feststellen, dass der eigentliche Anspruch leider nicht erfüllt wird. Entgegen der Selbstdarstellung der "Bewegung für ..." werden die Aussagen von Marx und Engels zum Sozialismmus keinesfalls angewendet und schon garnicht weiter oder höher entwickelt, sondern vielmehr verfälscht. Im ganzen Manifest findet sich keinerlei Bezugnahme auf Marx und Engels dafür immerhin auf eine Aussage von Hegel. Die Verfälschung oder sagen wir mal das Mißverständnis der "Bewegung für ..." betrifft sowohl die Vorstellung vom Charakter oder der Qualität der sozialistischen Gesellschaft, als auch was den Weg dorthin anbelangt. Der Kommunismus wird m Schluß des Manifestes dann endlich als eine weitere gesellschaftliche Entwicklungsstufe angesehen für die die "Bewegung für ..." zumindest offen ist, deren Charakter und Qualität ihnen allerdings unklar bleibt. Marx und Engels beschrieben den Sozialismus als die erste oder niedere Phase des Kommunismus, als Übergangsgesellschaft aber ebenso als Einheit, nichts voneinander zu trennendes.

Auch kann der bürgerliche Staat nicht übernommen werden, sondern muss zerschlagen werden und in deren Folge die Diktatur des Proletariats errichtet werden, die ohne Ausnahme alle Produktionsmittel vergesellschaftet, ihre Kapitaleigenschaft aufhebt und damit die Ausbeutung beseitigt. Der proletarische Staat ist jedoch ein absterbender Staat, bis alle Klassen schließlich verschwunden sind. Sodann bedarf es weder mehr eines Staates noch bedarf es der Demokratie.

Die "Bewegung für ...." scheint ein recht verworrenes Verständnis vom Prozeß der Revolution zu haben, wie er im Rahmen des Kapitalismus vorbereitet und während des Sozialismus bis hin zum Kommunismus fortgeführt wird. Besonders aufschlussreich ist dabei die Vorstellung der "Bewegung für ..." über die jeweils zu führenden Kämpfe in den Bereichen Ökonomie, Politik und Ideologie. So gibt es bei ihnen eine -evolutionäre Übergangsphase- noch im Kapitalismus, wo es darum gehen soll eine überwältigende Mehrheit im bürgerlichen Parlament zu erlangen, um dann quasi per Parlamentsbeschluss gewaltlos in eine -sozialistische Übergangsphase- über zu gehen (die revolutionäre Gewalt wird mehr nebenbei als letztes aber möglichst zu vermeidendes Mittel angesehen) , die dann später von der Phase des -wissenschaftlichen Sozialismus- abgelöst werden soll. In der -evolutionären Übergangsphase- im Rahmen des Kapitalismus geht die "Bewegung für ..." (wohlgemerkt Systemtheoretisch) von sogenannten Systemzuständen in den jeweiligen Teilsystemen Ökonomie, Politik und Ideologie aus. Dabei kommt die "Bewegung für ..." zur Erkenntnis dass der Angriff auf die kapitalistische Herrschaft (!!!) primär auf dem ideologischen Teilsystem zu führen ist und begrenzt auf das politische Teilsystem. Kämpfe auf ökonomischen Gebiet sollen, wenn, dann begrenzt und reguliert stattfinden in Form einer sogenannten APPEASEMENTPOLITIK, was nichts anderes als Friedenspolitik gegenüber den Kapitalisten bedeutet. Demnach "muss die Psyche der Kapitalisten berücksichtigt werden" , ihnen soll eine "Revenue" (sprich Profit) zugestanden werden UND man soll schließlich ihre "Selbstverwirklichung und -bestätigung" (!!!) als industrielle Kapitalisten, Handels- oder Finanzkapitalisten RESPEKTIEREN. Diese sogenannte APPEASEMENTPOLITIK soll später sogar in der sozialistischen übergangsphase fortgeführt werden. Gegebenenfalls ! zu enteignende Kapitalisten sollen dabei sogar für IHR konstantes Kapital einen finanziellen Ausgleich erhalten. Was die Vererbung dieser Reichtümer angeht, gilt es dann noch mit der Kapitalistenklasse zu VERHANDELN. Ein gewisser Gipfel der Träumerei ist es dann wenn man liest, dass sogar die Ansprüche der Offiziere (wohlgemerkt der bürgerlich-kapitalistischen Armee) aus Geldkapitalanlagen erhalten bleiben sollen (natürlich finanziert aus der "national erzeugten Mehrwertgröße") selbstverständlich Generationsbegrenzt (wobei dies auch Verhandlungssache sei). Später in einem kleinen Absatz erwähnt die "Bewegung für .." eher Feigenblattartig die Diktatur des Proletariats, die die alte Dikataur des Kapitals ABLÖSEN soll. (wie bleibt dabei ein Geheimnis bzw. siehe oben PARLAMENTARISCH)

Auch eher nebenbei eingeflochten verrät uns die "Bewegung für ..." wer schließlich die führende Rolle im Kampf haben soll, insbesondere auch während der sozialistischen Übergangsperiode, nämlich niemand anderes als die soziale Schicht der Intelligenz, welche direkter Träger der Produktivkräfteentwicklung sei. Ich erspare mir in diesem Rahmen näher auf die verträumten Vorstellungen der "Bewegung für..." in Bezug auf den ökonomischen Systemwettbewerb während der sogenannten sozialistischen Übergangsperiode einzugehen, da das bisher erwähnte ausreicht um den KLASSENCHARAKTER der "Bewegung für..." hinreichend zu erkennen.

Gerade was die Fragen von Staat, Macht, Kontrolle und Revolution angeht aber auch in Bezug auf die politische Ökonomie usw. ist das sogenannte "erste wissenschaftliche Modell" der "Bewegung für ..." in meinen Augen Opportunistisch gegenüber dem Kapital, Reformistisch in der Methode und Revisionistisch in Bezug auf die Lehre von Marx und Engels.“

Einfügung dieses Beitrags erfolgte durch die BGF
i.A. Gennadi S. Gromow und Ben Müller

Aw: Kritik am BGF-Manifest von Jens-Uwe Springer 23.06.2014 3 Jahre, 4 Monate her #937

  • Gennadi S. Gromow & Ben Müller, BGF
Verteidigung des Manifestes der Bewegung für gesellschaftlichen Fortschritt (BGF) – Beitragsserie – 1. Beitrag
(Bezugnahme: „Kritik“ des Genossen J.-U. Springer)

Der vorliegende 1.Beitrag beinhaltet eine Vorbemerkung und eine Kritik der „Kritik“ des Genossen Springer, die wie sich zeigen wird, nur eine Polemik ist. Mindestens zwei Beiträge werden sich mit einer dialektisch-historisch-materialistischen Analyse und Synthese des theoretischen Erkenntnisstandes der Genossen Klassiker bezüglich einer kommunistischen ökonomischen Gesellschaftsformation beschäftigen, da eine solche notwendige Bedingung für eine Verteidigung der im BGF-Manifest dargelegten Theorie des Systems des gesellschaftlichen Fortschritts ist. Haben uns die Genossen Klassiker Theorien über die Übergangsperiode zum Sozialismus, den Sozialismus und den Kommunismus hinterlassen oder nicht?
Danach werden konkrete Reaktionen der BGF auf die „Kritik“punkte 1-4 und 8-12 des Genossen Springer erfolgen. Wie noch zu belegen ist, sind die „Kritik“punkte 5-7 gegenstandslos.

Vorbemerkung:
Im Sozialismusforum der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands ist eine Manifest-Verteidigung u.U. nur in einer Kurzfassung möglich, da die BGF einer Bitte nach Kürzung ihrer Beiträge nachkommen muss. Ein entsprechend niedriger Beweisgrad ist daher unvermeidbar. Ungekürzte Fassungen sh. BGF-Forum.

„Kritik“punkte des Genossen Springer (Reihenfolge):
1. Im Manifest werden die Aussagen von Marx und Engels zum Sozialismus nicht angewendet und weiterentwickelt, sondern verfälscht und es gibt keinen Bezug auf sie, aber einmal auf Hegel.
2. Es liegt eine „Verfälschung oder sagen wir einmal ein Missverständnis“ bezüglich der Entwicklung zum Sozialismus und des Sozialismus selbst vor.
3. Das Wesen des Kommunismus ist der BGF unklar.
4. Sozialismus und Kommunismus werden unzulässig in zwei ökonomische Gesellschaftsformationen getrennt.
5. Der bürgerliche Staat muss zerschlagen und die Diktatur des Proletariats errichtet werden.
6. Alle Produktionsmittel sind zu vergesellschaften, ihr Kapitalwesen aufzuheben und alle Ausbeutung zu beseitigen.
7. Der proletarische Staat besteht nur bis zu Verschwinden der Klassen, ist also ein absterbender Staat und mit dem Absterben des Staates verschwindet auch die Demokratie.
8. Bei der BGF liegt ein „verworrenes Verständnis“ vom Revolutionsprozess vor.
9. Es liegt ein falsches Verständnis vom Klassenkampf vor.
10. Die BGF strebt eine Revolution primär auf friedlichem Weg an.
11. Die führende Rolle im Entwicklungsprozess obliege, statt den Arbeitern, der Intelligenz.
12. Der von der BGF beabsichtigt ökonomische Systemwettbewerb in der sogenannten sozialistischen Übergangsperiode ist illusionär.

Kritik der „Kritik“
Zum 1.„Kritik“punkt:
Der Marxismus-Leninismus ist bekanntlich der personifizierte Ausdruck für das System der Wissenschaften des dialektischen und historischen Materialismus, der marxistischen politischen Ökonomie und des wissenschaftlichen Kommunismus. Einer Kritik am BGF-Manifest dürfen folglich nicht einzelne, womöglich noch subjektiv ausgewählte Aussagen der Genossen Klassiker zugrunde gelegt werden, sondern nur die Begriffe und Begriffssysteme der Theorien der vorgenannten Wissenschaften können eine objektive und materialistische Kritikbasis sein. Der 1. „Kritik“punkt ist somit wissenschaftlich gegenstandslos.
Zum 2.„Kritik“punkt:
Statt einer Behauptung müsste eine Kritik des Verständnisses der BGF bezüglich des Wesens des Sozialismus und Entwicklungsprozesses zum Sozialismus über das System der dialektischen Grundgesetze, die Dialektik zwischen Produktivkräften und Produktionsverhältnissen (historischer Materialismus) sowie die Dialektik von Evolution und Revolution erfolgen.
Zum 3.„Kritik“punkt:
„Charakter und Qualität der Entwicklungsstufe des Kommunismus“ sind der BGF tatsächlich „unklar“, da bei ihrem gegenwärtigen Erkenntnisstand kein formationsspezifisches ökonomisches Entwicklungsgesetz nachweisbar ist oder anders gesagt: Für einen Kommunismus ist derzeit kein ökonomischer dialektischer Widerspruch als Entwicklungstriebkraft erkennbar. Man helfe der BGF beim Erkenntnisprozess und belege einen mit dem Kapitalismus bzw. Sozialismus vergleichbaren ökonomischen dialektischen Widerspruch!
Zum 4.„Kritik“punkt:
Die „Kritik“ stützt sich, letztlich wissenschaftlich unzulässig, nur auf einen Autoritäts„beweis“ (Bezugnahme auf die Genossen Klassiker). Eine Kritik am BGF-Erkenntnisstand müsste aber insbesondere über den historischen Materialismus, d.h. den Inhalt des Begriffes „Ökonomische Gesellschaftsformation“, aber auch über die Dialektik von Ganzem und Teil geführt werden.
Zum 5.„Kritik“punkt:
Dieser ist gegenstandslos, da lt. Manifest (S.48):
11) „Die Klassenherrschaftsform (Diktaturform) der Klasse der Kapitaleigentümer, die Diktatur der Kapitaleigentümer (kapitalistische Diktatur); wird abgelöst durch die Klassenherrschaftsform (Diktaturform) der Klasse der Kapital-Nichteigentümer, die Diktatur des Proletariats (proletarische Diktatur). Die spezifische Klassenherrschaftsform (spezifische Diktaturform) der Kapitalistenklasse, der kapitalistische Parlamentarismus [sogenannte (bürgerliche) Demokratie]; wird abgelöst durch die spezifische Klassenherrschaftsform (spezifische Diktaturform) des Proletariats, den proletarischen Parlamentarismus.“
Zum 6.„Kritik“punkt:
Dieser ist auch gegenstandslos. Die BGF kann beweisen, dass die Lösung der Produktionsmittel-Eigentumsfrage mittels dialektischen Sprungs (sprunghaft absolute Vergesellschaftung) entwicklungstheoretisch der Dialektik von Evolution und Revolution widerspricht. Die BGF denkt vorerst auf diesen Beweis verzichten zu können, weil sie dem kreativen Denken des qualifizierten, also überwältigenden Teils der Arbeiterklasse vertraut (Verständnis für die verhängnisvolle Missachtung von Entwicklung) und sie sich durchaus, wie leider allgemein üblich, eines Autoritäts„beweises“ bedienen darf.
MEW, Bd.4, S.373 (Grundsätze des Kommunismus):
18. Frage: „Welchen Entwicklungsgang wird diese Revolution nehmen?“
Antwort: „2. Allmähliche Expropriation der Grundeigentümer, Fabrikanten, Eisenbahnbesitzer und Schiffsreeder, teils durch Konkurrenz der Staatsindustrie, teils direkt gegen Entschädigung in Assignaten.“
MEW. Bd. 4. S.372 (Grundsätze des Kommunismus):
17. Frage: Wird die Abschaffung des Privateigentums mit Einem Schlage möglich sein?
Antwort: „Nein, ebensowenig wie sich mit einem Schlage die schon bestehenden Produktivkräfte so weit werden vervielfältigen lassen, als zur Herstellung der Gemeinschaft nötig ist. Die aller Wahrscheinlichkeit nach eintretende Revolution des Proletariats wird also nur allmählich die jetzige Gesellschaft umgestalten und erst dann das Privateigentum abschaffen können, wenn die dazu nötige Masse von Produktionsmitteln geschaffen ist.“
MEW, Bd.4, S.481:
„Das Proletariat wird seine politische Herrschaft dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, alle Produktionsinstrumente in den Händen des Staats, d.h. des als herrschende Klasse organisierten Proletariats, zu zentralisieren und die Masse der Produktionskräfte möglichst
rasch zu vermehren.“
Zum 7.„Kritik“punkt:
Dieser ist im Wesentlichen ebenfalls gegenstandslos, da lt. Manifest durch die Maßnahmen unter den Punkten 7.21, 16); 7.2.2, 18); 7.2.3, 12) bzw. 8.21, 15); 8.2.2, 14); 8.2.3, 9) dem notwendigen „Absterben des Staates“ Rechnung getragen wurde. Bezüglich des zweiten Teils dieses „Kritik“punktes (Verschwinden der Demokratie) ist zu bemerken, dass wir einen anderen Erkenntnisstand als die Genossen Klassiker haben, da wir die Beziehungen zwischen Klasse, Macht, Herrschaft, Herrschaftsform, Demokratie, Diktatur, Staat, Staatstypen und Staatsform nochmal überdacht haben und in Folge dessen zu Beziehungssystemen gekommen sind, die ein „Absterben von Demokratie“ nicht gestatten.
Zum 8.„Kritik“punkt:
Es liegt keine konkrete Kritik mittels des wissenschaftlichen Kommunismus, konkret über die Theorie der sozialistischen Revolution vor.
Zum 9.„Kritik“punkt:
Es liegt keine konkrete Kritik mittels des wissenschaftlichen Kommunismus, konkret über die Lehre vom Klassenkampf vor.
Zum 10.„Kritik“punkt:
Sh. zum 8.„Kritik“punkt.
Zum 11.„Kritik“punkt:
Die Notwendigkeit, dass die führende Rolle der zur Arbeiterklasse gehörenden sozialen Schicht des primär praktisch tätigen Proletariers zukommen muss und nicht dem Teil der für die Produktivkräfteentwicklung direkt kompetenten sozialen Schicht der Intelligenz, der ebenfalls zur proletarischen Klasse gehört, wurde nicht nachgewiesen.
Zum 12.„Kritik“punkt:
Es fehlt eine Kritik, die sich im Allgemeinen auf die Dialektik von Evolution und Revolution im Entwicklungsprozess und im Besonderen auf eine Theorie der Übergangsperiode vom Kapitalismus zum Sozialismus stützt.

Fazit:
Bei ca. 12 Haupt- und 16 Unterprogrammpunkten des ca. 75 DIN A5 Seiten umfassenden Manifestes wird über nur 12 „Kritik“punkte das gesamte theoretische System des Manifestes ohne wissenschaftliche Methodik, d.h. ohne Argumentation (d.h. Beweisführung!) mittels marxistischer politischer Ökonomie, wissenschaftlichen Kommunismus sowie dialektischen und historischen Materialismus als opportunistisch, reformistisch und revisionistisch deskreditiert. Es liegen nicht einmal Versuche von Begründungen (Für die BGF können Argumentationen und Begründungen nicht das Gleiche sein!) über die vorgenannten Wissenschaften vor. Der Genosse Springer hat also keine Kritik, d.h. doch keine kompetente prüfende Beurteilung geliefert, sondern nur eine Polemik geführt. Diese Polemik ist aber in einer bestimmten Form erfolgt, die wir nur als Diskriminierung auffassen können. Damit widersprechen wir unserer Einschätzung seines Beitrages vom 28.6.13. Aus bestimmten Gründen muss die BGF leider auch auf Polemik reagieren.

Personelle Anmerkung:
Die BGF hat weder ein Mitglied noch einen Sympathisanten namens Ben Geiger, sondern nur ein Mitglied namens Ben Müller.

Sozialistische Grüße
i.A. Gennadi S. Gromow und Ben Müller

Aw: Kritik am BGF-Manifest von Jens-Uwe Springer 23.06.2014 3 Jahre, 2 Monate her #942

  • Gennadi S. Gromow & Lion Wagner BGF
Verteidigung des Manifestes der Bewegung für
gesellschaftlichen Fortschritt
(BGF) – Beitragsserie –
2. Beitrag – Zum 1. „Kritik“punkt des Genossen Springer


Inhalt des 1.„Kritik“punktes:
Im Manifest werden die Aussagen von Marx und Engels zum Sozialismus nicht angewendet und weiterentwickelt, sondern verfälscht und es gibt keinen Bezug auf sie, aber einmal auf Hegel.

Zum Problem des Vorliegens einer von den Genossen Engels und Marx entwickelten Theorie für die ökonomische Gesellschaftsformation des Sozialismus/Kommunismus
In jeder Wissenschaft ist nicht das Vorliegen einzelner Aussagen, sondern das Vorliegen eines Aussagensystems notwendige und hinreichende Bedingung für das Vorliegen einer wissenschaftsspezifischen Theorie. Seitens der Genossen Engels und Marx erfolgten zwar einzelne Aussagen zur kommunistischen ökonomischen Gesellschaftsformation, aber ein Aussagensystem zu dieser haben sie, laut eigenen Angaben, nicht erstellt!
„Da ich niemals ein ‚sozialistisches System‘ aufgestellt habe, so dies eine Phantasie der…“ [MEW, Bd.19, S.357 (1879/1880)].
Das bedeutet: Seitens der Genossen Engels und Marx liegt kein Aussagensystem (einschließlich Aussagen mit Gesetzescharakter) mit einer bestimmten logischen und dialektischen Struktur und folglich keine Theorie für die ökonomische Gesellschaftsformation des Sozialismus/Kommunismus vor! Insbesondere wurde im Kommunistischen Manifest, das sozusagen als Geburtsurkunde des wissenschaftlichen Sozialismus gilt, „niemals ein sozialistisches System aufgestellt“, sondern „das Kommunistische Manifest hatte zur Aufgabe die unvermeidlich bevorstehende Auflösung des modernen bürgerlichen Eigentums zu proklamieren“, nicht mehr und nicht weniger! (MEW, Bd.4, S.576). Nach den Genossen Engels und Marx sind die kapitalistischen „Produktionsverhältnisse in ihrer Gesamtheit“ zu ändern (MEW, Bd.6, S.408), aber ein System der Produktionsverhältnisse wurde für die ökonomische Gesellschaftsformation Sozialismus/Kommunismus nicht entwickelt, d.h. die Beziehungen zwischen den Produktionsverhältnissen wurden von ihnen im Allgemeinen nicht untersucht. Nur in der „Kritik des Gothaer Programms“ (Bd.19, S.20/21) findet sich eine Beziehung zwischen zwei Produktionsverhältnissen, und zwar zwischen den Verteilungs-und Austauschverhältnissen (beide Produktionsverhältnisse bezogen auf Produkte). Danach muss für den Sozialismus die individuelle Konsumtion der individuellen Arbeitsleistung gleichwertig sein. Für alle anderen wesentlichen Beziehungen zwischen den Produktionsverhältnissen haben sie keine Analyse geliefert. Also haben sie keine politökonomische Theorie als Voraussage künftiger ökonomischer Zusammenhänge (darunter Wechselwirkungen) und ökonomischer dialektischer Widersprüche entwickelt! Eine solche wissenschaftliche Voraussage (Wahrscheinlichkeitsgrad) ist aber notwendige Bedingung für eine zielgerichtete gesellschaftliche Praxis, wenn die kommunistische Bewegung nicht in Praktizismus und in einer permanenten Versuch-Irrtum-Beziehung im Systemwettstreit mit dem staatsmonopolistischen Kapitalismus ökonomisch untergehen will. Beispielsweise fehlen Untersuchungen über:
- die Beziehung zwischen den Austausch-und Wettbewerbsverhältnissen,
- die Beziehung zwischen den Wettbewerbs-und Verteilungsverhältnissen (Verteilung bezogen auf Produkte),
- die Beziehung zwischen den Produktionsmittel-Eigentumsverhältnissen und Wettbewerbsverhältnissen,
- die Beziehung zwischen dem bestimmenden Produktionsverhältnis, den Produktionsmittel-Eigentumsverhältnissen und dem Produktionsmittel-Eigentümerbewusstsein und
- die quantitativen Beziehung zwischen den Verteilungs-und Austauschverhältnissen (Verteilung bezogen auf Produkte, Austausch bezogen auf Tätigkeiten).

Da für die ökonomische Gesellschaftsformation Sozialismus/Kommunismus keine Struktur der Produktionsverhältnisse entwickelt wurde, wurde letztlich, wegen der ökonomischen Verhältnisse als Basis für die politischen, sozialen, ideologischen und kulturellen Verhältnisse, auch keine ökonomische Gesellschaftsformation entwickelt!

Zur Befürwortung bzw. Ablehnung von Aussagen der Genossen Engels und Marx als Elemente der durch die BGF in ihrem Manifest entwickelten Theoriesysteme der Übergangsperiode zum Sozialismus (ÜPS) und des Sozialismus
Es wird nur auf die Aussagen der BGF eingegangen, die denen der Genossen Engels und Marx widersprechen und auf die sich der Genosse Springer bezieht.
Nach BGF-Erkenntnisstand anerkannte und in ihre Theoriesysteme eingegliederte Aussagen:
1. Das sozialistische Arbeitsleistungsgesetz wird in den sozialisierten Wirtschaftseinheiten in der ÜPS relativ und in den sozialistischen Wirtschaftseinheiten im Sozialismus absolut durchgesetzt.
2. Das Kapitaleigentum wird zu Beginn der ÜPS relativ und in deren Verlauf bis zum Ende absolut beseitigt.
3. Für die ÜPS besteht die Klassenherrschaftsform der Diktatur des Proletariats.
4. Der kapitalistische Wettbewerbstyp (sogenannter Konkurrenzkampf) wird in der ÜPS zwischen den sozialisierten Wirtschaftseinheiten beseitigt und durch den sozialistischen Wettbewerbstyp ersetzt. Im Sozialismus ist der sozialistische Wettbewerb dann allgemein vorhanden.
5. Der volks-und betriebswirtschaftliche sowie gesellschaftliche Reproduktionsprozess ist im Sozialismus geplant.
6. Die Überbaufunktionen (sogenannter Abbau des Staates und Selbstverwaltung) werden beginnend in der ÜPS und fortgeführt im Sozialismus unter Beachtung von ökonomischer Effizienz und Wahrung der Persönlichkeitsentfaltung abgebaut.
7. Das Recht und die Pflicht auf bzw. zur Arbeit ist in der ÜPS eingeschränkt (sozialisierte Wirtschaftseinheiten) und im Sozialismus absolut durchgesetzt.
8. Es gibt eine proletarische Miliz während der ÜPS und eine Volksmiliz im Sozialismus (sogenannte Volksbewaffnung).
9. Die marxistische Arbeitswertlehre im Allgemeinen ist politökonomische Basis der BGF-Theoriesysteme für die ÜPS und den Sozialismus (Anmerkung 1).

Anmerkung 1: Allerdings hat die BGF im Einzelnen und Besonderen in der Arbeitswertlehre einen von den Genossen Engels und Marx abweichenden Erkenntnisstand.

10. Anerkannt ist vor allem der dialektische und historische Materialismus als Erkenntnistheorie und-methode, unabhängig von seitens der BGF erkannten notwendigen Weiterentwicklungen, aber auch Mängelkorrekturen.

Nach BGF-Erkenntnisstand nicht anerkannte Aussagen:
1. Die Möglichkeit einer Realisierung von Produktionsmittel-Eigentumsformen Staats-bzw. Volkseigentum wurde seitens der Genossen Engels und Marx auf der Basis eines materialistisch begründeten Produktionsmittel-Eigentumsbewusstseins nie nachgewiesen. Die BGF kann den Idealismus (Subjektivismus und Voluntarismus) solcher behaupteten Produktionsmittel-Eigentumsformen belegen.
2. Eine Unterordnung des Sozialismus unter die ökonomische Gesellschaftsformation eines eventuell möglichen Kommunismus widerspricht logisch dem Inhalt des Begriffs „ökonomische Gesellschaftsformation“ und dialektisch dem Wesen einer ökonomischen Gesellschaftsformation. Die BGF kann den Sozialismus als spezifisch ökonomische Gesellschaftsformation gegenüber einer eventuell möglichen kommunistischen Gesellschaftsformation nachweisen, weil sich das System der Produktionsverhältnisse im Sozialismus wesentlich unterscheidet von dem in einem eventuell möglichen Kommunismus. Das Produktionsverhältnissesystem ist die Invariante die über ein Vorliegen oder Nichtvorliegen einer ökonomischen Gesellschaftsformation entscheidet! Dies trifft ebenfalls zu für die von Genossen Lenin richtig erkannte notwendige ÜPS.
3. Für eine Realisierung eines Kommunismus fehlt seitens der Genossen Engels und Marx der Nachweis eines dort vorhandenen dialektischen Widerspruchs oder eines formationsspezifischen ökonomischen Entwicklungsgesetzes als notwendige Bedingung für gesellschaftlichen Fortschritt. Die BGF kann und muss aber für die Realität einer Entwicklung zum Kommunismus offen sein, weil sie die Möglichkeit eines kommunismusspezifischen nichtökonomischen dialektischen Widerspruchs als Entwicklungstriebkraft sieht.

Zur wissenschaftlichen Basis des BGF-Manifests
Aussagen enthalten bekanntlich Begriffe zwischen denen Beziehungen bestehen müssen. Die enthaltenen Begriffe haben bestimmte Inhalte und Umfänge und legen in ihren Beziehungen die Qualität des Inhalts und Quantität des Geltungsbereiches der Aussage fest. Folglich sind Aussagen die den enthaltenen Begriffen nicht entsprechen unmöglich (Voraussetzung: Begriffsverständnis). Anders ausgedrückt: Aussagen spiegeln den Inhalt der in ihnen angewandten Begriffssysteme wider. Die BGF verwendet nun nachweisbar in allen ihren mündlichen und schriftlichen Aussagen primär Begriffssysteme der marxistischen politischen Ökonomie sowie des dialektischen und historischen Materialismus (Anmerkung 2),

Anmerkung 2: Im BGF-Manifest sind insgesamt 18 politische Begriffe, die auf die Genossen Engels, Marx u. Lenin zurückgehen; 7 dialektisch-materialistische Begriffe; 12 historisch-materialistische Begriffe und 22 marxistisch-politökonomische Begriffe enthalten. Einige Begriffe wurden beispielhaft aufgezählt, um zum Nachdenken nicht nur anzuregen, sondern zu verpflichten!
Beispiele: Gesetz der Entsprechung der Produktionsverhältnisse mit dem Charakter und Entwicklungsniveau der Produktivkräfte als allgemeines ökonomisches Entwicklungsgesetz, Planung der volks-und betriebswirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Reproduktionsprozesses, Diktatur der Kapitaleigentümer; dialektische Einheit von Ökonomie, Politik und Ideologie; Klassenwidersprüche, Wertgesetz, gleichwertiger und nichtgleichwertiger Austausch, Kapitalkreislauf, Zusammenhang zwischen Ausbeutung und Krieg, Mehrwertgröße, Produktionsverhältnisse als Entwicklungsformen für die Produktivkräfte, Abbau von Überbau-und Staatsfunktionen und deren Übertragung an Volkskomitees.

allerdings auch wachsend eigenentwickelte Begriffssysteme die nach BGF-Erkenntnisstand den Wesen der vorgenannten Wissenschaften nicht widersprechen. Das trifft ebenso für alle Aussagen der BGF bezüglich des Besonderen der Sozialismusfrage zu. Unter Beibehaltung der Inhalte und Umfänge von Begriffen der marxistischen politischen Ökonomie sowie des dialektischen und historischen Materialismus können bei Verwendung dieser Begriffe keine diesen Wissenschaften widersprechende BGF-Aussagen entstehen. (Voraussetzung: Begriffsverständnis der BGF). Ein falsches bzw. fehlerhaftes Begriffsverständnis von Begriffen der vorgenannten Wissenschaften müsste aber der BGF nachgewiesen werden können. Es ist nun für jeden Interessenten relativ schnell ersichtlich, dass der dem BGF-Erkenntnisstand gemäße Inhalt des Sozialismus, aber auch der ÜPS eine dem staatsmonopolistischen Kapitalismus widersprechende Systemqualität darstellt. Folglich stellt sich die Frage: Wie kommt die BGF in einem Erkenntnisprozess zu solchen, sagen wir einmal nur antikapitalistischen Gesellschaftsordnungen, wenn sie ihren Erkenntnisprozess im Wesentlichen nicht über die marxistische politische Ökonomie sowie den dialektischen und historischen Materialismus, im Wesentlichen nicht über die Genossen Engels und Marx (personifiziert), führt? Die BGF kann politökonomischen sowie dialektisch-historisch-materialistischen Aussagen der Genossen Engels und Marx widersprechen, aber nie den Aussagensystemen der vorgenannten Wissenschaften (Anmerkung 3).

Anmerkung 3: Die Zulässigkeit eines Widerspruchs einer Teilaussage innerhalb eines Aussagensystems ist abhängig vom Wesen des Widerspruchs, d.h. ob es sich um einen logischen oder dialektischen Widerspruch handelt. Geht es um einen dialektischen Widerspruch, so ist dessen Zulässigkeit wissenschaftlich nur über die Dialektik vom Ganzen und Teil bzw. mittels kybernetischer Systemtheorie zu ermitteln.

Da die BGF in der Einheit von Analyse und Synthese nachweisbar keine kapitalistische Gesellschaftsordnung entwickelt hat, hat sie offensichtlich den Aussagensystemen der marxistischen politischen Ökonomie sowie des dialektischen und historischen Materialismus, im Wesentlichen nicht widersprochen.

Zum Nachweis von Widersprüchen des BGF-Manifestes gegenüber dem Marxismus-Leninismus (personifiziert)
Einer der fundamentalen Denkfehler der behauptet kommunistischen Bewegung bis zur Gegenwart, ist die Annahme, dass jede Aussage der Genossen Engels und Marx in ihrem Wahrheitsgrad der relativen Wahrheit der Aussagensysteme der marxistischen politischen Ökonomie, des dialektischen und historischen Materialismus sowie spezieller Wissenschaften sozusagen automatisch entsprechen müsste. Im Gegenteil, kein Wissenschaftler ist bei Anwendung seiner Theorie auf konkrete Erkenntnisobjekte absolut vor Fehlern geschützt. Jeder Wissenschaftler steht nämlich in einem individuell spezifischen Erkenntnisprozess aufgrund eines individuellen Zentralnervensystems. Jedes Abbild der Realität beinhaltet mit individuell bestimmter Wahrscheinlichkeit subjektive Elemente. Der Prozess der Abbildung ist doch keine passive Aufnahme und Verarbeitung von Einwirkungen der Realität auf eine allgemeine menschliche Psyche, sondern aktive individuelle Tätigkeit, in der sich das erkennende Subjekt von Zielen leiten lässt. Das Subjekt des Erkennens, hier die Individuen Engels und Marx, ist u.a. mit seinem Erkenntnisvermögen ein Resultat der historischen Entwicklung und durch die während dem Erkenntnisprozess herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen individuell mehr oder weniger beeinflusst. In der Erkenntnistätigkeit spielen eben Wille und Emotionen eine nicht vernachlässigbare Rolle, insbesondere in den Gesellschaftswissenschaften. Wahrnehmungen, Vorstellungen, Aussagen und Theorien sind nicht nur Abbilder von Erkenntnisobjekten, sondern sie sind auch in gewisser Qualität und Quantität Abbilder gesellschaftlicher Interessen der Menschen. Aussagen der BGF können daher nicht direkt den Aussagen den Genossen Engels und Marx gegenübergestellt werden, sondern sie sind mittels der Aussagensysteme der marxistischen politischen Ökonomie und/oder des dialektischen und historischen Materialismus und/oder spezieller Wissenschaften zu bewerten.
Beispiel: Die Genossen Engels und Marx stellten die These von den Produktionsmittel-Eigentumsformen Staatseigentum (besser proletarisches Klasseneigentum) und Volkseigentum auf ohne deren Realisierbarkeit mittels der Theorien der marxistischen politischen Ökonomie und/oder des dialektischen und historischen Materialismus und/oder spezieller Wissenschaften zu belegen. Diese These ist mit höchster Wahrscheinlichkeit nur eine emotionale Vorstellung, die aus dem enormen psychischen Druck resultierte, dem die Genossen wegen der katastrophalen Lage der Arbeiterklasse ausgesetzt waren. Ein direkte Gegenüberstellung und Widerspruchsprüfung von Aussagen der Genossen Klassiker und der BGF zur Produktionsmittel-Eigentumsfrage ohne Bezug auf die entsprechende wissenschaftliche Basis widerspricht dem Sozialismus/Kommunismus als Wissenschaft und ist somit unzulässig.
„Im ganzen BGF-Manifest findet sich keinerlei Bezugnahme auf Marx und Engels dafür immerhin eine Aussage von Hegel.“ Aber nein Genosse Springer, das ganze BGF-Manifest ist, vermittelt über die in ihm enthaltenen Begriffssysteme, eine Bezugnahme auf Marx und Engels. Hegel, einer der Lehrer von Marx und Engels „passte gerade mal gut“.

Abschließend zum 2. Beitrag zwei Fragen:
Was ist Klassencharakter und welchen Klassencharakter hat die BGF? (Genosse Springer hat ja den Klassencharakter der BGF „hinreichend erkannt“).

Sozialistische Grüße
i.A. Gennadi S. Gromow/Lion Wagner
  • Seite:
  • 1
Ladezeit der Seite: 0.47 Sekunden
 

Brain-Drain-Broschüre

Kritik der Fiktion einer Transformation von Brain-Drain in Brain-Circulation